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KOMMUNIKATION Bei Kritik den angemessenen Ton wählen

Ist Kritik für Sie angenehm? Die meisten Menschen haben Probleme, mit Kritik umzugehen. Für Kritik – auch im Job – gelten deshalb bestimmte „Spielregeln". Es ist sehr wichtig, sich selbst klarzumachen, in welchem Ton wir unsere Mitmenschen kritisieren.

Besonders bei Menschen, die uns nahe stehen und mit denen wir sehr lange zusammenarbeiten, achten wir oft nicht mehr auf unseren Ton. Und so wird aus unserer Kritik schnell ein Ausrufen. Damit machen wir es der anderen Person natürlich sehr schwer, uns zuzuhören und unsere Kritik anzunehmen.

Mehr noch: Der Angegriffene wird vermutlich zum Gegenschlag ausholen und selbst angreifen. Wenn Kritik mit etwas Positivem eingeleitet wird, fühlt sich das Gegenüber respektiert und gewürdigt und die nachfolgende Kritik tut nicht so weh.

Oft fällt uns spontan nichts Positives ein. Das liegt in der Regel nicht daran, dass es tatsächlich nichts Positives zu bemerken gibt, sondern vielmehr daran, dass wir uns nicht genug Mühe geben, es zu erkennen. Wie wäre es mit einer kleinen Übung, den eigenen Fokus mehr auf die positiven Dinge zu legen?

Es ist oft leichter, einen Gegenvorschlag oder einen Verbesserungsvorschlag anzunehmen als Kritik. Somit: Nicht das Problem steht im Vordergrund, sondern dessen Lösung. Statt zu sagen, was nicht gefällt, sollte mehr ein Vorschlag zur richtigen, effizienten Umsetzung stehen.

Wenn die Kritik als ganz persönliche Meinung gekennzeichnet wird, fällt es dem Gegenüber wahrscheinlich leichter, sich nicht angegriffen zu fühlen. Viele von uns vergessen, dass Kritik immer aus unserer persönlichen Meinung entsteht.

Wie überzeugt der Kritisierende auch sein mag, letztlich äußert er wirklich nur seine persönliche Ansicht, die auf einer Sichtweise und seinem Wissensstand basiert.

Nicht immer ist unsere Kritik tatsächlich notwendig. Oft kritisieren wir andere Menschen völlig ungefragt, weil wir glauben, es besser zu wissen, oder weil wir der Person (vermeintlich) helfen möchten.

So gut das vielleicht auch gemeint sein mag; es gilt stets zu bedenken, dass jeder Mensch ein gewisses Recht auf eigene Fehler hat. Wir lernen vor allem durch Ausprobieren. Es gilt stets zu bedenken, ob Kritik angebracht ist.

Und umgekehrt: Wenn wir kritisiert werden, stockt uns oft der Atem. Es ist dann ratsam, zuerst einmal gut durchzuatmen. Wenn wir kritisiert werden, ist es hilfreich, dass wir uns emotional ein bisschen von der Situation distanzieren. Wie wir mit Kritik klarkommen, hängt auch wesentlich von unserer allgemeinen Einstellung zu Kritik ab.

Die meisten von uns sehen in einer Kritik einen Angriff. Dabei kann jede Kritik auch als eine Chance gesehen werden, etwas Neues für sich zu lernen. Zugegeben, Lob von anderen ist schöner – aber wir können durchaus etwas Gutes tun, wenn wir unsere eigene Leistungen selbst anerkennen.

Keine Angst: Durch ein Eigenlob wird man noch lange nicht eingebildet. Es geht hier vor allem

darum, fair mit sich selbst umzugehen; eine kleine Belohnung wirkt zudem oft sehr motivierend.

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