Sande - Seit Beginn des laufenden Schuljahres gibt es in der Grundschule Sande Ganztagsbetrieb. In der Sitzung des Sander Schulausschusses stellten nun Vertreter der Grundschulen Cäciliengroden und Neustadtgödens ihre Konzepte für die Ganztagsbetreuung vor. Mit Beginn des kommenden Schuljahres 2014/2015 – so das erklärte Ziel der Gemeindeverwaltung – soll auch hier die Ganztagsschule starten.
Für die Grundschule Neustadtgödens präsentierte Angelika Haak als Lehrervertreterin das Konzept, dem eine Umfrage unter Eltern vorausgegangen war. 48 von 56 verteilten Bögen konnten ausgewertet werden. Demnach haben 20 Eltern Interesse an einem Ganztagsangebot mit Mittagessen, 28 haben kein Interesse an der Ganztagsbetreuung. 20 Eltern würden ihr Kind an einem Tag betreuen lassen, 17 an zwei Tagen, ein Paar an drei Tagen. Inklusive der Randbetreuung bestünde somit die Möglichkeit, ein Kind werktags von 7.45 bis 17 Uhr betreuen zu lassen.
In Cäciliengroden sollen Kinder sogar von 7 bis 17 Uhr betreut werden können, wie Schulleiterin Annette Friedrichs ausführte. Hier konnten nach einer Befragung 57 von 68 Bögen ausgewertet werden. 21 Eltern haben Interesse am Ganztagsangebot bekundet, 20 davon ebenso am Mittagsessen für ihre Kinder. Zwölf Eltern würden das Angebot an vier, zwei an drei, vier an zwei und drei an einem Tag in Anspruch nehmen wollen.
Im Streit um die Schulverpflegung ließ Kirstin Pöppelmeier (Grüne) nicht locker und erntete dafür Kopfschütteln von einigen Ausschussmitgliedern. Anlass: Wegen fehlender Gesetzesvorgaben greift die Gemeinde auf Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung bei der Essensausgabe zurück, überlasse die letzte Entscheidung aber den Schulen, wie Sandes Bürgermeister Josef Wesselmann erklärte.
So dauert die Essensausgabe in der Grundschule Neustadtgödens 60 Minuten, in Cäciliengroden und Sande nur 45. Pöppelmeier wirft der Verwaltung einen missverständlichen Umgang mit den Vorgaben vor, die mal als Leitfaden, mal als Gesetz gehandhabt würden.
