Rastede - Der Rasteder Ortsverband der Grünen hat die Schulpolitische Sprecherin der Grünen und Landtagsabgeordnete des Wahlkreises, Ina Korter, eingeladen, um mit ihr über die Lehrerproteste an der Kooperativen Gesamtschule zu sprechen. In der KGS trafen sich Vertreter aller Beteiligten: Mit dabei waren neben Schulleiter Gerd Kip und seiner Stellvertreterin Susanne Windels auch Delegierte des Schulpersonalrats, der Eltern- und der Schülervertretung sowie Gerd Langhorst, Fraktionssprecher der Rasteder Grünen und Grünen-Sprecherin Friederice Pirschel.
An der KGS protestieren die Lehrer gegen den Plan der Landesregierung, die Arbeitszeit der Gymnasiallehrer um eine Unterrichtsstunde pro Woche zu erhöhen. Außerdem will das Land eine Zusage zurücknehmen, nach der Lehrer ab 55 Jahre ab dem Schuljahr 2014/15 eine Stunde und Lehrer ab 60 Jahre zwei Stunden weniger pro Woche arbeiten sollten (NWZ berichtete).
Nach dem Gespräch, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, wollte Schulleiter Gerd Kip keine Stellung beziehen.
Ina Korter, die derzeit turnusmäßig auch Vorsitzende des Kultusausschusses ist, betonte, dass sie sowohl die Situation der ohnehin schon hoch belasteten Lehrer, als auch die haushaltspolitischen Zwänge des Landes verstehen könne. Denn die Ziele Inklusion, Ausbau der Ganztagsschulen und Kitas seien zwar teuer, aber auch ersterbenswert. „Wir müssen den Gesamthaushalt sehen“, sagte sie.
Den Lehrern machte sie Mut, dass die Belastungen abnehmen könnten – schließlich tage derzeit das G 8-Dialogforum, in dem Experten die Belastung der Schüler und Lehrer durch das Abitur nach acht Jahren prüften. Anfang 2014 würden Ergebnisse erwartet, die sich zeitnah durch Erlasse im Schulalltag bemerkbar machen könnten. Zudem versicherte Ina Korter, sich bei der Landesregierung für flexible Altersteilzeitmodelle für Lehrer einzusetzen.
Die Lehrer aber bittet sie, vom Bestreiken der Klassenfahrten abzusehen. „Ich finde das unangemessen“, sagte sie deutlich.
