Bookholzberg - Schulleiterin Dörte Lohrenz ist hellauf begeistert: „So viele Unterstützer hatten wir noch nie!“ Mehr als 100 Eltern, Schüler, Lehrer und Vertreter des Rotary Clubs packen am Sonnabend an, damit aus der gepflasterten Sitzecke des Schulhofes der Grundschule Bookholzberg ein Klettergarten entstehen kann. Die freiwilligen Helfer nehmen Betonsteine auf, setzen Büsche um und schaufeln kräftig Sand.

Der Schulhof-Aktionstag ist Teil eines größeren Unternehmens. Bereits in den Vorjahren hatte die Schule Schritt für Schritt ihren Hof umgekrempelt. Unter der Regie von Klaus Stalling und Irmgard Benning von der AG Schulhof wurden unter anderem eine Klettermauer errichtet, eine Tunnelröhre angelegt, ein Heckenlabyrinth gepflanzt, ein Niedrigseilgarten und eine „Bewegungsbaustelle“ hergerichtet. Seit dem Sommer des Vorjahres reiften Pläne für den neuen Klettergarten. Die Ideenskizze dazu lieferte Thomas Benjes aus Rotenburg/Wümme, wie Stalling am Sonnabend erläutert.

Rund 25 000 Euro würden für das Projekt benötigt. „Rund 9000 Euro kamen bereits beim Sponsorenlauf im Juni zusammen“, berichtet Stalling. Weitere 5000 Euro stiftete Airbus, 5900 Euro die Aktion „Herz für Kinder“ und 2500 Euro der Landkreis Oldenburg. Zudem gebe es Unterstützung durch den Förderverein, die Rotarier und die Gemeinde Ganderkesee. Für die Finanzierung der Pflanzen konnte die Schule die Bingo-Lotto-Stiftung gewinnen.

Laut Zeitplan soll der Kommunalservice während der Osterferien die restlichen Erdarbeiten erledigen. Noch vor den Sommerferien, vermutlich im Mai, will die Schule ihren neuen Klettergarten einweihen, sagt Stalling. Er hegt keinen Zweifel, dass der Zeitplan gehalten werden kann. Dank des Schlepper-Einsatzes von Gerd Hanken können am Sonnabend sogar Betonelemente und Baumstümpfe entfernt werden. Die Arbeit war eigentlich dem Kommunalservice vorbehalten. Am Ende sind zwei abgebrochene Schaufeln und zufriedene Gesichter zu sehen.

„Die Kinder identifizieren sich stark mit dem Projekt“, freut sich Schulleiterin Lohrenz. „Sie werden gut mit dem Klettergarten umgehen.“ Das neu gestaltete Areal werde aktiver genutzt, zeigt sich die Pädagogin überzeugt. Ein weiterer, positiver Nebeneffekt: „Wir wollen Flächen entsiegeln und naturnaher werden.“

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent