Wildeshausen - Ein leichtes Ratschen ist zu hören, gelegentlich surrt die Kreissäge. Sergej Solianik und seine Kollegen schneiden Styroporplatten für die Isolierung der Sohlplatte. Schon in Kürze werden die Betonmischer vorfahren. Der Ausbau der Berufsbildenden Schulen (BBS) im Bereich des Windmühlenwegs in Wildeshausen hat begonnen.
Für rund 560 000 Euro entsteht am sogenannten Trakt C des Komplexes ein Gebäude mit einer Brutto-Grundfläche von 360 Quadratmetern, erläutert Ludger Krone, stellvertretender Leiter des Hochbau- und Schulamtes im Kreishaus. Läuft alles nach Plan, können zum Schuljahresbeginn 2017/ 2018 die Berufsschüler in drei Räumen arbeiten. Außerdem ist eine Schulungswerkstatt mit Hebebühne für Kraftfahrzeuge geplant.
Der Landkreis als Schulträger und die BBS-Leitung hatten sich (wie berichtet) auf einen neuen Fahrplan für Sanierung und Ausbau der Liegenschaft verständigt. Die ursprünglich auf 2017 datierte Sanierung des Gebäudetraktes A an der Feldstraße mit Schulverwaltung und zahlreichen Unterrichtsräumen wird auf 2018 verschoben. Stattdessen werden zunächst 1,56 Millionen Euro in die Modernisierung der Werkstätten hinter der Widukindhalle gesteckt und Unterrichtsräume für die Sparte Bautechnik (Trakt F) neu gebaut.
So sind Fahrzeuge und Geräte in den Werkstätten derzeit mit Planen verdeckt, damit Handwerker einen neuen Durchbruch schaffen können. Im C-Trakt befinden sich nicht nur Fahrzeugtechnik und Metallverarbeitung, sondern auch die Mechatroniker. Trockenbauer installieren aktuell zudem Schallschutzelemente in den Unterrichtsräumen, wie Krone erklärt. Im Kreishaus spricht man vom „dritten Bauabschnitt“.
Weitere werden folgen: Für die Jahre 2018 und 2019 ist die Sanierung des Gebäudetraktes A (Schulverwaltung und 15 Unterrichtsräume) geplant; die Schüler können dann im neuen Gebäudetrakt F untergebracht werden. Für 2020 sind die Sanierung der Widukindhalle (Trakt B) und die Erweiterung der Cafeteria vorgesehen. Die Gesamtkosten an den BBS werden bislang auf elf Mio. Euro beziffert.
