Oldenburg - Eine fast vergessene Hautkrankheit ist zurück: Mehrere Schüler der Oberschule Alexanderstraße sind an Krätze erkrankt. Die Stadtverwaltung bestätigte in dieser Woche auf Anfrage offiziell drei Fälle der ansteckenden Infektionskrankheit. Bei einem weiteren Kind habe sich der Verdacht nicht bestätigt, hieß es. Unter den Eltern der nicht betroffenen Schüler herrscht nach Informationen der NWZ  große Unruhe. Sie befürchten, dass sich ihre Kinder möglicherweise vor Beginn der Herbstferien angesteckt haben könnten.

Bereits Anfang Oktober habe sich die Schulleitung wegen der Verdachtsfälle mit dem Gesundheitsamt in Verbindung gesetzt, sagte Stadtsprecher Andreas van Hooven. Es sei schnell gehandelt worden. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt habe die Schule die Eltern über die Situation informiert.

Die erkrankten Schüler müssen laut van Hooven so lange zu Hause bleiben, bis der behandelnde Hautarzt bescheinigt, dass die Krankheit ausgeheilt und der Schulbesuch wieder möglich ist. „Eltern und Kinder der OBS Alexanderstraße müssen sich keine Sorgen machen“, meint van Hooven. Nach den Ferien werde der Schulbetrieb normal weitergehen.

Krätze ist eine weit verbreitete Hautkrankheit, die durch winzige Parasiten, sogenannte Krätzemilben, verursacht wird. Nach Angaben des Niedersächsischen Landesgesundheitsamts treten nach einer Inkubationszeit von zwei bis sechs Wochen leichtes Brennen und heftiger Juckreiz auf.

Wenn viele Menschen auf engem Raum zusammen sind, ist das Infektionsrisiko besonders hoch. Daher ist nach dem Infektionsschutzgesetz bereits bei Verdacht der Aufenthalt in Gemeinschaftseinrichtungen verboten. In Lemgo wurde im Januar eine Förderschule und andere Einrichtungen vorübergehend geschlossen, weil bei vier Jugendlichen Krätze aufgetreten war.