Westerstede - Wie man den Klimaschutz im Landkreis Ammerland weiter voranbringen kann, damit beschäftigt sich intensiv die Kreisverwaltung. Nach einem Grundsatzbeschluss des Kreistages im vorigen Jahr wird nun an einem Konzept gefeilt.
Wertvolle Anregungen bekamen die Verwaltungsmitarbeiter durch einen Besuch von Studenten des Fachbereichs Wirtschaft der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven. Sie nutzten die Möglichkeit, im Kreishaus Ergebnisse ihrer Untersuchungen von verschiedenen regionalen Klimaschutzkonzepten zu präsentieren. Dazu hatten die Studentinnen und Studenten Daten aus den Landkreisen Friesland und Osnabrück sowie den Städten Hamburg, Gelsenkirchen, Siegen und Osnabrück ausgewertet und deren Auswirkungen auf Wirtschaft, Kommunen und Umwelt beleuchtet.
Für die Präsentation waren Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands ins Ammerland gekommen und nutzten die eher seltene Gelegenheit zum persönlichen Meinungsaustausch. Sie belegen nämlich einen Online-Studiengang der Fachrichtung Betriebswirtschaftslehre (BWL) der Jade- Hochschule. „Dieser Online-Studiengang bietet den Studenten die Möglichkeit, sich mit flexibler und selbst gestalteter Zeiteinteilung weiterzubilden und ihren beruflichen Horizont zu erweitern“, erläuterte der Dekan des Fachbereiches Wirtschaft der Jade- Hochschule, Prof. Dr. Gerd Hilligweg, die Besonderheit.
Die Ergebnisse der Präsentation seien für den Landkreis Ammerland von großem Interesse gewesen, erläuterte Erster Kreisrat Thomas Kappelmann. „So konnten wir hören, wie andere an diese Aufgabe herangegangen sind – welches Konzept umgesetzt wurde und wo es Probleme gab.“ Die Ammerländer seien in ihrer Ansicht bestätigt worden, sich nicht zu theoretisch mit dem Thema zu befassen. „Wir möchten ein schlankes Klimaschutz- und Energie- konzept erarbeiten. Wir setzen auf Praxisnähe und konkrete Überlegungen“, betont Kappelmann und nennt als Beispiel die Frage, wie man den Fuhrpark der Kreisverwaltung energieeffizienter betreiben könne.
Erste Ideen für ein Konzept sollen nach Aussage Kappelmanns bereits im Februar im Wirtschaftsausschuss diskutiert werden. Anfang April werde sich dann der Kreistag damit befassen.
