Cloppenburg - Einstimmig hat der Kreistag im Landkreis Cloppenburg sie Fortführung der Schulsozialarbeit beschlossen und dafür 654 000 Euro in den Haushalt für 2015 eingestellt. Damit haben nicht nur die Rektoren – derzeit wird an 38 Schulen und drei Berufsbildenden Schulen im Kreis Sozialarbeit geleistet – Planungssicherheit, sondern auch die Beschäftigten.
Wie berichtet, hatte der Bund im Rahmen der Finanzierung des Bildungspaketes von 2011 bis 2013 über die Bundesländer Mittel für die Schulsozialarbeit bereitgestellt. Dank Restgelder konnte das Angebot in 2014 fortgesetzt werden. Für 2015 hingegen ist kein Geld mehr vorhanden – und auch das Land wollte vorerst keine Finanzierung ermöglichen. Zwar ist die Schulsozialarbeit im Koalitionsvertrag der Landesregierung verankert und auch der Wille, sie auszubauen, festgeschrieben, am Umsetzungsplan wird jedoch noch gefeilt. Bedeutet: Solange das Konzept nicht steht, wird es auch kein Geld geben.
Angesichts dieser Entwicklung berieten die Hauptverwaltungsbeamten, wie die Schulsozialarbeit im Kreis beibehalten werden kann. Forderung seitens der Kommunen und ihrer Spitzenverbände, dass das Land die Schulsozialarbeit als eine Landesaufgabe ansieht und die Finanzierung dauerhaft für alle Schulen übernimmt, kam das Land nicht nach. Einzig die „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für die Durchführung sozialpädagogischer Maßnahmen zur Berufsorientierung und Berufsbildung“ (Hauptschulprofilierungsprogramm) wurde um zwei Jahre verlängert. Sprich: Schüler an Hauptschulen, an Oberschulen oder auch Kooperativen Gesamtschulen werden weiterhin von sozialpädagogischen Mitarbeitern unterstützt.
Die Hauptverwaltungsbeamten im Landkreis wandten sich daraufhin an den Kreis, um die noch fehlenden Mittel aufzubringen. Diesem Wunsch kam der Kreistag nun nach.
