KREIS VECHTA - 65 Jungjäger konnten Kreisjägermeister Rainer Fortmann und Jägerschaftsvorsitzender Georg Nieske nun in einer Feierstunde im Restaurant Gut Welpe ihre Jägerbriefe überreichen. Die drei besten Prüflinge Lukas Bachmann, Hans-Jürgen Kröger und Claus Harstrick erhielten für ihre guten Leistungen ein Buchpräsent überreicht.
Mit der hohen Zahl an Jungjägern liegt die Kreisjägerschaft Vechta im Landesvergleich ganz vorne. Im Gegensatz zu anderen Jägerschaften kommen in Vechta alljährlich viele neue Jäger hinzu. Erfreulich sei auch die Zahl der jungen Jäger und die steigende Zahl der Frauen, betonte Kreisjägermeister Rainer Fortmann in seiner Ansprache. So erhielten in diesem Jahr sieben Jäger einen Jugendjagdschein. Die Frauenquote lag mit zehn Teilnehmerinnen bei 15 Prozent.
Auch Christoph Böckmann, Vizepräsident der Landesjägerschaft Niedersachsen, unterstrich in seiner Ansprache die positive Nachwuchsentwicklung in der Kreisjägerschaft Vechta. Nach seinen Worten liege das Durchschnittsalter der Jäger in Niedersachsen bei 60 Jahren. Bei den Mitgliedern der Kreisjägerschaft Vechta liege es bei rund 41 Jahren. Als Grund sieht Georg Nieske die jagdlichen Strukturen, die vielen Jägern die Möglichkeit zur aktiven Jagd ermöglichten, die landwirtschaftliche Prägung, aber auch die gute Arbeit der Ausbilder Günter Kronlage und Clemens Schürmann.
In einem neunmonatigen Vorbereitungskurs hatten sich die Prüflinge theoretisch und praktisch auf die Jägerprüfung, die nicht umsonst „Grünes Abitur“ genannt wird, vorbereitet. Neben einer Schießprüfung mussten die Jagdscheinanwärter ihr Wissen über Jagdwaffenkunde, Wildtierkunde, Jagdrecht, Jagdbetrieb, Wildbrethygiene, Wildkrankheiten, Hundewesen sowie Hege und Naturschutz unter Beweis stellen. Georg Nieske ermahnte die Absolventen, ihren Rechten und Pflichten als Jäger nachzukommen, waidmännisch zu jagen und sich für die Natur und das Wild einzusetzen.
