KREYENBRüCK - Die Schaukeln fehlen seit März. Ersatz hat die Verwaltung aber erst für 2007 vorgesehen.

Von Rainer Dehmer

KREYENBRÜCK - Engagierte Grundschüler: Weil sie nicht bis 2007 auf Ersatz für ihre marode Schaukelanlage warten wollen, sind gestern elf Mädchen und Jungen vom Schülerrat der Grundschule Klingenbergstraße im Rathaus vorstellig geworden. Die Dritt- und Viertklässler übergaben Oberbürgermeister Dietmar Schütz einen selbst verfassten Brief, in dem sie den Verwaltungschef baten, den Kauf der Schaukeln früher in Auftrag zu geben.

Die erhoffte Zusage blieb jedoch aus. Schütz versprach aber, die vorzeitige Finanzierung prüfen zu lassen. Dabei müsse aber darauf geachtet werden, dass andere Schulen, die ebenfalls auf neue Geräte warten, nicht benachteiligt werden. Schließlich sind die Kosten für die Schaukelanlage nicht unbeträchtlich. „Wir gehen von rund 10 000 Euro aus“, sagt Stadtsprecher Jürgen Krogmann.

Das etwa elf Jahre alte Spielgerät auf dem Pausenhof der Grundschule Klingenbergstraße (280 Schüler) war im März nach einer Überprüfung durch den Gemeindeunfallversicherungsverband aus Sicherheitsgründen abgebaut worden. „Der Holzstamm, an dem die vier Schaukeln hingen, war morsch“, sagt Schulleiterin Marina Pelka. Die Kinder seien darüber sehr traurig gewesen. „Noch größer war die Trauer, als wir von der Stadt erfuhren, dass das Geld für ein neues Gerät erst 2007 eingeplant sei“, berichtet Marina Pelka.

Der Schülerrat, der sich aus den Klassensprechern zusammensetzt, verfasste den Brief („ . . . möchten Sie dringend bitten, uns schon vorher Schaukeln zur Verfügung zu stellen“), der gestern übergeben wurde. „Der Oberbürgermeister war sehr nett, er hat uns auch den Sitzungssaal gezeigt“, erzählt Fynn (9). Er hofft nun, dass die neuen Schaukeln noch im Sommer aufgestellt werden. „Dann laden wird den Oberbürgermeister zum Schaukeln ein“, sagt Melda (9).