KREYENBRüCK - Wenn das neue Schuljahr startet, wird es die städtischen „Haupt- und Realschulen“ in Oldenburg aller Voraussicht nach nicht mehr geben: Alle vier (Osternburg, Ofenerdiek, Eversten und Alexanderstraße) haben den Antrag auf Umwandlung in eine Oberschule gestellt. Der Verein „Hauptschule im Blick“ (HIB) ging am Mittwochabend in der IGS Kreyenbrück darauf ein, was der neue Schultyp für die bisherigen Hauptschüler bedeutet.

„Die Integration der bisherigen Hauptschüler ist uns wichtig, damit ihre Bildungschancen sich dort nicht verschlechtern“, sagte der Vorsitzende Hansjürgen Otto.

In den kooperierenden Haupt- und Realschulen Oldenburgs lernen die Schüler jedoch schon länger unter einem Dach, so dass die Einrichtungen einen zentralen Punkt der Reform bereits vorweggenommen haben. „Diese gemeinsame Beschulung müssen wir vorantreiben“, sagte Paul Willem Schläfke, Schulleiter an der Alexander-straße. „Es wäre irrsinnig nur den Namen zu ändern, aber weiter nach Haupt- und Realschülern zu trennen.“ Dem schlossen sich auch die stellvertretenden Schulleiter aus Ofenerdiek und Eversten, Antoinette Otte und Hans Grotheer, an. „Die Jugendlichen können ohne äußere Differenzierung gut voneinander lernen“, betonte Otte.

Dass die vier Oldenburger Haupt- und Realschulen auf gleicher Wellenlänge liegen, nimmt auch die Stadt wohlwollend zur Kenntnis.

Auch wenn der Vereinsname künftig nicht mehr so richtig passe, wenn die Hauptschule verschwindet, bleibe das Ziel bestehen, resümierte der HIB-Vorstand: Schüler mit besonderem Förderungsbedarf so gut wie möglich zu unterstützen. Der Vorstand um Hansjürgen Otto, Andre Henken (2. Vorsitzender), Bärbel Kip (Schriftführerin) und Hartmut Bruns (Kassenwart) wurde von den Mitgliedern einstimmig wiedergewählt.