Der Widerstand sehr vieler Eltern zu den Plänen der rot/grünen Regierung, die Förderschulen Sprache abzuschaffen, wundert mich gar nicht. Wieder einmal sind die Förderschulen Sprache ins Visier des Kultusministeriums gefallen.
Herr Schumacher als Ministeriumssprecher des Kultusministeriums erklärt, dass Kinder mit einem Förderbedarf Sprache behutsam und schrittweise in die bestehenden allgemeinen Schulen überführt werden sollen. Tatsache ist, dass ab dem Schuljahr 2014/15 geplant ist, keine Kinder mehr in die Förderschulen Sprache aufzunehmen, womit diese Schulen ab dem Schuljahr 2017/18 komplett abgeschafft sind. Soll dieses Verfahren behutsam und schrittweise sein? (...)
Mit den Förderschulen Sprache bzw. Sprachheilklassen wird auf die Bedürfnisse der sprachbeeinträchtigten Kinder optimal eingegangen. Dort werden Kinder mit Sprachförderbedarf in kleinen Klassen mit ca. 12 Kindern von extra geschulten Fachpädagogen unterrichtet – falls notwendig auch in Form der Einzelförderung. Dieses wird in den Regelschulen augenscheinlich nicht zu leisten sein. Und die Erfolgsquote der Förderschulen Sprache bzw. Sprachheilklassen spricht für sich: ca. 70 % der sprachbeeinträchtigten Kinder können nach den 2-3 Jahren an der Förderschule Sprache zu den allgemeinen Schulen wechseln – dann ohne weiteren Förderbedarf!
Der Inklusionsgedanke ist grundsätzlich zu begrüßen – allerdings ist es meines Erachtens unbedingt erforderlich, erst die personellen und sachlichen Voraussetzungen zu schaffen, bevor per Gesetz ein sich über viele Jahre bewährtes System abgeschafft wird.
