KRUSENBUSCH - „Eine Schule ohne Sport ist langweilig, weil man sich da gar nicht bewegt. Eine Schule mit Sport macht richtig viel Spaß“: Die Schulsprecher Alina und Felix (beide 10) aus der Klasse 4 a der Grundschule Krusenbusch machten in ihrer Ansprache deutlich, wie wichtig ihnen die tägliche Bewegung ist. Die wird ihnen in ihrer Schule auch ausreichend geboten. Und weil die Förderung in diesem Bereich so hervorragend ist, wurde die Schule (als sechste Oldenburger Grundschule) vom Niedersächsischen Kultusministerium und dem Landessportbund als „Sportfreundliche Schule“ ausgezeichnet.

Auch beim Festakt in der Turnhalle, an dem neben den 250 Schulkindern und dem Kollegium auch Eltern, Vertreter der Ratsfraktionen und des Stadtteiltreffs teilnahmen, wurde Sport getrieben. Die Kinder der Basketball-AG (eine Kooperation mit den EWE Baskets), der Handball-AG (DSC Oldenburg), der Inliner-AG, und dem Mick-Projekt (Mädchen kicken mit) zeigten, wie viel Freude sie am Sport haben. „Man merkt, das ist keine Show“, lobte Harald Bouillon, Dezernent der Landesschulbehörde, und fügte mit einem Sprung wie Show-Legende Hans Rosenthal hinzu: „Das war spitze.“

Bevor Birgitta Müller-Pulsfort, Fachberaterin der Landeschulbehörde für Schulsport, die Urkunde überreichte, betonte Jugendamtsleiter Frank Lammerding, wie wichtig es der Stadt sei, Schulen zu unterstützen. Er verwies auf die Möglichkeit, sich als Ganztagsschule zu bewerben.

Auf Initiative der Fachleiterin Sport an der Grundschule, Inken Sommer, hatte die Schule sich im April für die Auszeichnung beworben. „Sport hat schon immer einen großen Stellenwert bei uns gehabt und nun konnte er noch gefestigt werden mit den Angeboten der Baskets, des DSC und dem Mick-Mädchenfußball“, sagte Schulleiterin Cordula Seeber. Damit hätten die Kinder ein Sportangebot in ihrer Nähe, denn Krusenbusch sei ein Stadtteil mit nur wenigen Sportvereinen. Seeber wies auch darauf hin, dass das Thema Ernährung eine wichtige Rolle spiele – nicht nur im Sach- und Sportunterricht und an Projekttagen, sondern auch in der Pause. Mit Hilfe von Eltern werde am Pausenstand gesunde Verpflegung angeboten. Alle Kinder frühstückten außerdem gemeinsam in ihren Klassen.

In der Schule ist man auch musikalisch. Die Lehrerinnen Christina Müller-Hokema (Klavier), Wiebke Kleinichen (Querflöte) und Annika Moritz (Trompete) eröffneten den Festakt feierlich mit dem „Te Deum“. Der Schulchor nahm sich mit dem Lied „Du bist wieder mal der Größte“ dem Thema Fairness an, und beim „Waka-Waka-Tanz“ zuckte es auch den Besuchern in den Hüften.

Alina und Felix brachten es dann noch mal auf den Punkt: „Wir wünschten uns, dass wir für immer eine Sportfreundliche Schule bleiben.“ Die Auszeichnung gilt zunächst für drei Jahre, dann muss man sich erneut bewerben.

Susanne Gloger
Susanne Gloger Redaktion Oldenburg