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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung

Abschied: Kündigung geschickt kommunizieren

21.11.2015

Flein Kündigen ist für viele Arbeitnehmer ein großer Schritt. Es dem Chef mitzuteilen, ist meist die erste große Herausforderung. Doch sobald der Bescheid weiß, müssen die Kollegen informiert werden. „Mitarbeiter sollten sich als erstes für die gemeinsame Zusammenarbeit bedanken“, rät Carolin Lüdemann, Karrierecoach aus Flein bei Heilbronn. Gleichzeitig ist es wichtig, dass sie den Kollegen versichern, dass sie ihre Arbeit gut zu Ende bringen. „Man sieht sich immer zweimal im Leben“, sagt Lüdemann. Deshalb ist es nicht klug, am Ende schlampig zu arbeiten, Kunden zu verärgern oder nur halb bei der Sache zu sein.

Für die Kollegen bedeutet die Kündigung Unsicherheit. Denn sie wissen nicht, wer als nächstes kommt und wie lange es dauert, den Neuen einzuarbeiten. Das ist für sie eine schwierige Phase des Übergangs. Hilfreich ist es daher, wenn Mitarbeiter zusagen, so gut wie möglich zu helfen und die Kollegen bei der Einarbeitung des Neuen zu unterstützen. „Mancher empfindet vielleicht auch Neid“, warnt Lüdemann. Denn eine Kündigung bedeutet auch immer Neuanfang – Abschied vom Alten. Das zeigt dem einen oder anderen, dass ihm der entsprechende Mut für einen solchen Schritt fehlt – und er selbst kleben bleibt.

Ob Mitarbeiter jedem Kollegen einzeln von der Kündigung erzählen oder es in einer Konferenz mitteilen, hängt vom Team ab, sagt Lüdemann. „Ich würde es in jedem Fall immer mündlich machen.“ Wer sich mit einigen Kollegen besonders gut versteht, kann es etwa beim gemeinsamen Essen in einem persönlichen Gespräch mitteilen. „Doch zuerst muss immer der Chef davon erfahren.“

Viele Kollegen sind dann neugierig: Sie wollen wissen, warum und wohin der Mitarbeiter geht. Wichtig ist dann, dass Mitarbeiter nicht schlecht über den alten Job reden. Besser ist es, von „neuen Herausforderungen“ zu sprechen. Auch Geheimniskrämerei ist nicht gut. Schließlich wirkt es komisch, wenn Mitarbeiter über den neuen Job schweigen. „Dürfen sie wirklich nicht darüber sprechen, ist es hilfreich, wenn sie den Kollegen sagen, dass sie sobald wie möglich Licht ins Dunkel bringen werden“, sagt Lüdemann.

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