Westerstede - Eine besondere Ausstellung wurde am Donnerstag im Westersteder Kreishaus an der Ammerlandallee eröffnet. „Orte in der Fremde – Vernetzungen“ heißt die Präsentation, die Elf- bis Siebzehnjährige der Sprachlernklassen an der Hauptschule Bad Zwischenahn unter Leitung ihrer Lehrer Gabriele Siegle und Waldemar Neigel erarbeiteten. Unterstützt wurde das Projekt, das mit dem „Mixed Up Preis Ländlicher Raum 2015“ ausgezeichnet wurde, vom Oldenburger Verein „Slap“ (social land art project), dem Oldenburger Landesmuseum Natur und Mensch und den Künstlerinnen Edda Akkermann und Sirma Kekeç.

„Über dieses Projekt habe ich vieles gelernt: Ich kann besser Deutsch sprechen und habe das Ammerland besser kennengelernt“, sagt Merwa Jumae. Die 14-Jährige aus dem Sudan gehört zu den Schülerinnen und Schüler aus 14 Ländern, die Bilder mit ammerlandtypischen Motiven wie Kirchen, Museen, Parks, Skulpturen, Mühlen oder Gebäude in Westerstede, Apen, Augustfehn I, Bad Zwischenahn und Rastede gefertigt haben. Die Arbeiten sind zum Teil gemalt, oder mit der Frottage-Technik (dem Abreiben der Oberflächenstruktur eines Gegenstandes mit Kreide) als Hintergrund und einem Linoldruck obenauf gestaltet. Zu sehen sind darüber hinaus auch einige Fotos von Menschen und Orten.

„Ziel des Projektes war es, den Kindern und Jugendlichen unser Ammerland näher zu bringen“, erklärt Hauptschullehrer Waldemar Neigel. Die künstlerische Umsetzung sollte den Schülern auch Freizeitmöglichkeiten aufzeigen. Die Jugendlichen hätten sich überlegt, welche Wege, Plätze und Einrichtungen sie an ihrem Wohnort kennen. Diese Orte haben sie ihren Mitschülern in einer Projektwoche gezeigt. „Es ist schön zu sehen, wie sehr Euch die Kunst zusammen gebracht hat. Ihr redet wie ein Bienenschwarm ganz lebhaft miteinander“, sagte Landrat Jörg Bensberg bei der Eröffnung der Ausstellung, die bis zum 22. Dezember zu sehen ist.