Als Helga Pacholke am Sonnabend beim 24-Stunden-Schwimmen in einer Bremer Schwimmhalle auftauchte, spürte sie zunächst die eher skeptischen Blicke. Sechs Stunden später und 6000 geschwommene Meter weiter brandete dann gar eine La-Ola-Welle auf, als sie aus dem Becken herauskam. Die 46-jährige Wildeshauserin, Contergan-geschädigt, schaffte es allein mit Beinarbeit, die vielen Bahnen zu schwimmen. Viel Sport, das heimische Training auf der Wii-Konsole und die gute Betreuung durch örtliche Mediziner und Krankengymnasten, nennt sie als Gründe für die Fitness.
Ihre Zielsicherheit stellten kürzlich die Wildeshauser Bogenschützen unter Beweis: Zum Abschluss der Freiluftsaison stand erneut das traditionelle „Würstchenturnier“ an. Es gewann bei den Schülern Victor Vock mit 546 Ringen. Die Entfernungen für Schüler betrugen bis zu 20 Meter, für Erwachsene zwischen 35 und 50 Meter. Bei den Erwachsenen belegten erste Plätze in ihren Bogenklassen: Helmut Petermann, Mareike Strauß, Angelika von Döllen, Erwin Meier, Kai Bellmer. Die Hallensaison beginnt am Mittwoch, 30. September. Der Name „Würstchenturnier“ entstand vor mehr als zehn Jahren. Der Verein konnte
sich über einen hohen Mitgliederzuwachs freuen und veranstaltete zum Kennenlernen ein Turnier mit anschließendem Grillen.
Vier Fäuste“ für Horst Köster: Mehr als 50 Freunde und Verwandte waren dabei, als der Tweelbäker im Wildeshauser Kino „Lindenhof Lichtspiele“ mit dem Film „Vier Fäuste für ein Halleluja“ seinen 2000. Kinobesuch feierte. Und sie alle gaben auf seinen Wunsch eine Spende für die Frauenselbsthilfe nach Krebs aus Oldenburg. Fast 300 Euro kamen zusammen. Dr. Margarete Kramer, Vorsitzende des Vereins, bedankte sich bei allen Beteiligten.
Fremde Nationalitäten kennenlernen: Am Dienstag startete das Erzählcafe, das die Gleichstellungsbeauftragte Charlotte von Olearius und Sandra Scholz vom DRK-Mehrgenerationenhaus ins Leben gerufen haben. Unter der Leitung der Integrationsberaterin Zoreh Roushanpour ging es um die Bedeutung der Namen und um die unterschiedlichen Wege der Frauen nach Wildeshausen.
Mit selbstgestrickten Pullovern und Socken unterstützen Inge Fick, Ute Basener und Christel Neumann die Wildeshauser Tafel. Am Donnerstag verkauften sie auf dem Wildeshauser Wochenmarkt die selbst gefertigten Sachen. Die Mitglieder der Handarbeitsgruppe im Künstlerprojekt Kunst-quelle treffen sich regelmäßig, um zu stricken. „Ich wusste schon gar nicht mehr, wem ich die Stricksachen schenken sollte“, freut sich Christel Neumann, mit ihrem Hobby auch etwas Gutes tun zu können. Die Spendendose war am Ende der Aktion schon gut gefüllt.
Viel los an der Realschule in Wildeshausen: Zwölf Schüler der letztjährigen Abschlussklasse kehrten am Freitag für einen kurzen Besuch an ihre alte Schule zurück. Sie hatten sich der Herausforderung gestellt und an der „Cambridge Prüfung“, einer Prüfung auf Abitur-Niveau, teilgenommen. Zwei Schülerinnen, Jana Dethlefsen und Vanessa Hogrefe, schafften die Prüfung und erhielten das „First Certificate in English“. Ihr Englischlehrer, Jan Pössel, und Schulleiter Steffen Akkermann gratulierten den Schülern. „Es war eine tolle Erfahrung für uns alle“, so die Teilnehmer. Viele von ihnen brauchen Englisch für ihren späteren Beruf oder ein Studium an einer ausländischen Universität. „Die Wirtschaft freut sich auf so motivierte Schüler“, betonte Peter
Funk vom Förderverein der Realschule. Dieser hatte gemeinsam mit der Mittelstandsvereinigung und der Volksbank Wildeshauser Geest das Projekt unterstützt. Frank Ostertag von der Volksbank sicherte die Unterstützung bei der Prüfungsgebühr auch für die nächsten Jahrgänge zu.
Engagiert zeigen sich auch die neuen Klassenpaten an der Realschule Wildeshausen. Die Schüler, die dafür extra geschult wurden, stehen den neuen fünften Klassen zur Seite. Die Schulsozialpädagogin Sandra Alhaus und der Beratungslehrer Thomas Butzmann übten mit den zukünftigen Paten, wie man mit Gruppen Spiele organisiert, aber auch das Schlichten von Konfliktsituationen. Die Klassenpaten leisten durch ihre Arbeit auch einen Beitrag zur Prävention im Schulleben.
