Schortens - Dass Apfelsaft aus der Flasche kommt, das weiß jedes Kind. Aber wie kommt er dort hinein? Und wie viele Äpfel muss man schälen und zermatschen, bis man so viel Apfelsaft trinken kann, dass man keinen Durst mehr hat? Das sind Fragen, mit denen sich am Donnerstag rund 200 Kinder aus zehn Schortenser Kindergärten und Grundschulen bei einem Besuch auf dem Wochenmarkt beschäftigt haben.

Obst- und Gemüsehändler, Eier-Mann und Blumen-Frau, Fleischer und Fischhändler hatten Jung und Alt zum Herbstfest auf den Wochenmarkt auf dem Bürgerhausplatz eingeladen und mehrerer Aktionen vorbereitet. Der Herbststurm mit heftigen Regenfällen am Vortag hatte den Akteuren allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zelte der Landfrauen, die als grünes Klassenzimmer für Kindergartengruppen und Grundschulklassen vorbereitet werden sollten, wurden umgeweht. Das grüne Klassenzimmer wurde kurzerhand ins Bürgerhaus verlegt.

„Wir erklären den Kindern das Gemüse“, sagt Magdalena Bührmann von den Schortenser Landfrauen. Auf einem Strohballen hatten sie allerhand Gemüsesorten drapiert und auf Tischen Teller mit selbst gemachten Broten und Marmeladen, mit Käse und Rohkost verteilt. Naschen und probieren war ausdrücklich erlaubt.

Draußen hatte das Regionale Umweltzentrum seine „Apfelsaftmaschine“ aufgebaut. Dort durften die größeren Kinder ans Werk. Drei große Wannen voller Äpfel aus ihren Gärten hatten Schortenser dem Umweltzentrum für die Aktion gespendet. Nun wurde auf dem Wochenmarkt geschält, geschnippelt und gepresst. Und am Ende auch probiert vom selbst gemachten Apfelsaft.