LANDKREIS - Ein wichtiger Punkt fehlt auf der Tagesordnung des Kreistags, der an diesem Dienstag in Kirchhatten zusammenkommt: das Thema Gesamtschule. Es gebe noch Beratungsbedarf, heißt es aus den Fraktionen. „Der Zug der Gesamtschule ist langsamer geworden“, so CDU-Fraktionschef Hans H. Hubmann. Sowohl die Union wie die FDP-Fraktion haben nach der Auswertung der Elternbefragung zur Gesamtschule eine Reihe von weiteren Fragen an die Kreisverwaltung gerichtet. Sie sollen in einer kurzfristig terminierten Sitzung des Schulausschusses am Dienstag, 23. Juni, ab 18.30 Uhr im Kreishaus beantwortet werden.
FDP-Fraktionsvorsitzender Ernst-August Bode weist darauf hin, dass von den 141 Stimmen für den Standort Wardenburg mehr als die Hälfte – nämlich 75 – aus anderen Gemeinden kommen, und hier überwiegend aus Großenkneten. Sowohl CDU wie FDP fragen, ob den Eltern das Losverfahren bekannt ist, wenn es mehr als 130 Bewerbungen für die Integrierte Gesamtschule (IGS) gibt. Da Haupt- und Realschule in Wardenburg „auslaufen“, werde künftig die Hälfte der Wardenburger Kinder zum Schulbesuch in andere Gemeinden fahren müssen. „Welche Schulen stehen zur Verfügung? Wie sieht es mit dem Schülertransport aus?“, fragt etwa Hubmann.
Offen stellt Bode die Frage nach der Zukunft des Bonhoeffer-Gymnasiums in Ahlhorn. Ein Aus für die geplante Oberstufe ist aus seiner Sicht unstrittig, falls in Wardenburg eine IGS eingerichtet wird. Auch die Konsequenzen für die Haupt- und Realschulen in Ahlhorn sowie in Sandkrug will er diskutiert wissen. Und letztlich: „Werden neue Schuleinzugsbereiche festgelegt?“
Wenn die Gesamtschule zum Schuljahr 2010/11 installiert werden soll, müsse bis September der Kreistag entscheiden, heißt es. Nicht ausgeschlossen wird auch eine Sondersitzung unmittelbar nach den Sommerferien.
