LANDKREIS - Am Mittwochmorgen gab der Kreisausschuss des Landkreises Oldenburg grünes Licht, am Nachmittag ging der Brief an die Landesschulbehörde auf den Postweg. Der Antrag auf Einrichtung einer vierzügigen Integrierten Gesamtschule (IGS) in Harpstedt zum 1. August 2011 ist damit gestellt. Das hat Landrat Frank Eger als Ergebnis des nicht öffentlichen Kreisausschusses mitgeteilt. „Es gab große Einmütigkeit“, so Eger. Der entsprechende Beschluss sei einstimmig gefasst worden.
Von einer „guten Stimmung“ bei der rund halbstündigen Beratung sprach der Landrat. Das hatte sich Ende vergangener Woche teilweise noch anders angehört: Da hatte sich FDP-Fraktionschef Ernst-August Bode über das Vorgehen des Landrats sehr verärgert gezeigt (dieNWZ
berichtete). Mit der Beteiligung der Politik an diesem Mittwoch sind diese Wogen offenkundig geglättet worden.Grundlage für den Kreisausschuss war der Beschluss des Kreistages am 14. Dezember 2010. An diesem Tag hatte der Kreistag einen „Vorratsbeschluss“ gefällt, einen Antrag vorzubereiten für die Einrichtung der IGS und auf eine Ausnahmeregelung zu setzen.
Nunmehr hat sich der Kreis für die sofortige Antragstellung entschieden, denn im aktuell „rechtsfreien Raum“ sieht Landrat Eger die besten Chancen, eine IGS in Harpstedt genehmigt zu bekommen. Die bisher gültige „Verordnung Schulentwicklungsplanung“ ist nämlich derzeit außer Kraft, die Nachfolgeverordnung noch nicht beschlossen.
