LANDKREIS - Als „Verlegenheitsschule“ hat der SPD-Landtagsabgeordnete Axel Brammer den von der CDU/FDP-Landesregierung geplanten Zusammenschluss von Haupt- und Realschule zur „Oberschule“ bezeichnet.

„Dem Zwang der sinkenden Schülerzahlen, dem Druck der Eltern, die die Hauptschulen abwählen und Gesamtschulen fordern, sowie dem ,Volksbegehren für gute Schulen‘ wollen CDU und FDP scheinbar mit der Oberschule entgegenwirken“, so Brammer im SPD-Unterbezirksvorstand. „Die Landesregierung gibt damit zu, dass das dreigliedrige Schulsystem am Ende ist. Für die SPD ist die Oberschule jedoch eine unzureichende Lösung und wird keinesfalls mitgetragen, wenn es für Gesamtschulen keine Chancengleichheit gibt.“ Wer den Schulstreit beenden wolle, müsse die Diskriminierung der Integrierten Gesamtschule (IGS) aufgeben. Unabdingbar sei zudem die Abschaffung des Turbo-Abiturs an Gesamtschulen.

Die Sozialdemokraten begrüßten zwar, dass die Landesregierung endlich den langjährigen Forderungen nachgekommen sei und einen Vorschlag zur Veränderung der Schulstruktur vorgelegt hat. Es gäbe damit aber noch immer keine gleichen Bedingungen für alle Schulformen.