LANDKREIS - Auch Landrat Frank Eger gehörte zu den Gratulanten. Die Tutoren brachten ihren Schülern ein Ständchen.

Von Katrin Bendel

LANDKREIS - „Abinson Crusoe – 13 Jahre warten auf Freitag“ lautet das Motto des Abiturientenjahrgangs 2005 der Graf-Anton-Günther-Schule, des Landkreis-Gymnasiums in Oldenburg. Gestern war der Freitag da, und das Warten war vorbei. So schlimm wie Robinson Crusoe sei es ihnen dann aber doch nicht ergangen, sagte Johanna Stahl, die die Schülerrede hielt. Sie dankte den Lehrern für ihre Unterstützung und gratulierte den Eltern mit einem Augenzwinkern zu ihren „außergewöhnlich intelligenten Kindern“. Alle 100 Prüflinge haben das Abitur bestanden.

Zuvor hatte Schulleiter Friedrich-Wilhelm Müller zu den Abiturienten gesprochen. „Heute ist Ihr Tag“, sagte er. „Gleichzeitig ein Tag des Abschieds und des Glücks. Sie feiern heute Ihren Erfolg.“ Mit einem, wie er selbst es ausdrückte „Schweinsgalopp durch die Welt des Geistes und der Phantasie“ gab er den Schülern mit auf den Weg: „Lesen Sie und lassen Sie sich vom Gelesenen inspirieren.“

Die Tutoren sangen ihren Schützlingen gemeinsam und mit Gitarrenbegleitung „Es lebe der Sport“ und stellten bei einem gespielten Hindernislauf die verschiedenen Wege dar, die die Abiturienten ans Ziel geführt haben: vorausschauendes Planen, verbissenes Kämpfen oder einfach Überflieger sein.

So vielfältig wie die aufgezeigten Wege waren auch Mimik und Gestik der Abiturienten, als sie ihre Zeugnisse entgegennahmen: ein zufriedenes Lächeln hier, schon eher ein triumphierendes Grinsen dort, einmal sogar ein Knicks und bei besonders Glücklichen gar eine Jubel-Geste wie nach einem Siegtor beim Fußball-Konföderationen-Pokal.

Landrat Frank Eger gratulierte im Namen des Landkreises. „Die Schule verliert, und Sie gewinnen heute etwas“, sagte er. „Die Schule verliert einen talentierten, engagierten Jahrgang, Sie gewinnen Ihre Freiheit.“ Er wünschte den Abiturienten eine schöne Feier und erinnerte sie: „Vergessen Sie morgen die Kopfschmerztabletten nicht!“

Für gelungene kulturelle Einlagen sorgten der Musik-Chor, Oberstufen-Koordinatorin Ulrike Kramer-Sander und Gerd Model mit einer kleinen Performance unter dem Titel „Stimmen/Voices“, Mirjam Rüscher als Solo-Sängerin, am Klavier begleitet von Simon Steyer und Claas Vogelsang, sowie der Physik-Leistungskurs mit einer Video-Präsentation seiner aero- und hydrodynamischen Experimente.