LANDKREIS - Neu gerechnet werden muss in den Kämmereien von Landkreis, Gemeinden und der Stadt Wildeshausen. Die Nachricht aus Hannover, dass keine Mittel aus dem Sonderprogramm zum kommunalen Sportstättenbau in den Landkreis fließen werden, hat so manchen Traum platzen lassen.

Betroffen ist unter anderem der Landkreis Oldenburg. Für die rund 1,4 Millionen Euro teure energetische Sanierung der Sporthalle am Gymnasium Wildeshausen hatte Kämmerer Carsten Harings 1,12 Mio. Euro im zweiten Nachtragshaushalt eingeplant. Noch in der Kreistagssitzung am Dienstagabend kündigte Landrat Frank Eger ein Umschichten der Mittel an, damit die Sporthalle trotzdem saniert werden könne. FDP-Fraktionschef Ernst-August Bode warnte davor, beim Ausbau der Berufsbildenden Schulen (BBS) zu sparen.

Weiterhin wollte der Landkreis die Sporthallendecke an der Graf-Anton-Günter-Schule mit Mitteln aus diesem Topf des Förderprogramms II sanieren. An der Hunteschule und am Habbrügger Weg war die Sanierung der Sporthallenfenster beantragt worden.

Für eine neue Sporthalle an der Grundschule St. Peter hatte die Stadt Wildeshausen drei Mio. Euro im Nachtrag veranschlagt. Etwa 80 Prozent sollten aus dem Förderprogramm kommen, erläuterte Thomas Eilers, Leiter des Fachbereichs Bau. CDU-Fraktionschef Dr. Volker Pickart sagte auf NWZ -Anfrage, er erwarte in der Ratssitzung an diesem Donnerstag einen Vorschlag der Verwaltung zur Sanierung oder zum Neubau der Turnhalle. Er habe Bürgermeister Dr. Kian Shahidi bereits am Montag auf das Thema angesprochen. „Es muss etwas an der St.-Peter-Sporthalle passieren.“

Als „undurchsichtig“ bezeichnete die SPD-Landtagsabgeordnete Renate Geuter die Genehmigungspraxis der Landesregierung für den Förderschwerpunkt kommunale Sportstätten. Bislang habe „kein Wort“ in den Richtlinien gestanden, dass nur ältere Bauten, Baujahr 1965 und älter, Zuwendungen erhalten. Die Kommunen hätten ihre Informationen lediglich aus dem Internet erhalten. Es sei „unredlich“, die Kommunen erst auf den Antragsweg zu locken und sie dann noch nicht einmal zu informieren, meinten Geuter und der SPD-Landtagsabgeordnete Axel Brammer.