LANDKREIS - Der Landkreis Oldenburg wird für den Herbst eine Informationsveranstaltung zum Thema Gesamtschule vorbereiten. „Es gibt unterschiedliche Vorstellungen“, sagte Landrat Frank Eger am Dienstag in der Sitzung des Kreisschulausschuses. Er warnte vor einer ideologisch belasteten Diskussion. Ausschussmitglied Bernd Peters (Kreiselternrat), sprach von einer „großen Verunsicherung“ in der Elternschaft. Daher sei Aufklärung gefordert. Eine Elternbefragung zur Gesamtschule soll erst auf den Weg gebracht werden, wenn ein Votum des Kreistages vorliege, so Eger.
Vorausgegangen war ein Antrag der SPD-Kreistagsfraktion, die sich für die Einrichtung von Gesamtschulen im Kreis ausspricht (die NWZ berichtete). Die Sozialdemokraten regten eine gemeindeübergreifende Kooperation an. „Wenn wir uns nicht bewegen, werden wir bewegt“, wies Franz Duin (SPD) auf die zunehmende Nachfrage hin. Bislang gibt es den Antrag der Gemeinde Wardenburg, die Everkampschule in eine Gesamtschule umzuwandeln. Daneben seien entsprechende Überlegungen in Hatten für die „Waldschule“ sowie in Harpstedt für Haupt- und Realschule bekannt.
Einstimmig, bei einer Enthaltung, empfahl der Ausschuss den so genannten Schulentwicklungsplan fortzuschreiben. Dieser beschreibt unter anderem den Raumbedarf anhand der Schülerzahlen. So wurde allein für das Gymnasium Wildeshausen ein zusätzlicher Raumbedarf von acht allgemeinen Unterrichtsräumen ermittelt. Johannes Mestemacher (SPD) regte an, die Raumkapazitäten jährlich zu überprüfen.
Zahlreiche Umbau- und Sanierungsarbeiten an Gymnasien fallen teurer aus, als zunächst erwartet. Wie Christoph Bagge vom Architekturbüro Knetemann + Partner (Oldenburg) den Ausschussmitgliedern darlegte, muss wegen behördlicher Auflagen der Aufzug am Graf-Anton-Günther-Gymnasium in Oldenburg nun an einer anderen Stelle des B-Trakts installiert werden. Damit Rollstuhlfahrer diverse Stufen überwinden könnten, seien weitere so genannte Plattformhilfen notwendig. Die Maßnahmen schlagen zusätzlich mit rund 262 000 Euro zu Buche. Für das neue Lehrerzimmer sowie den Umbau der Verwaltung am GAG waren bereits 750 000 Euro vorgesehen.
Für die Fassadensanierung am Gymnasium Ganderkesee, die im kommenden Jahr beginnen soll, steigen die Kosten von 1,5 auf 1,75 Mio. Euro, so Bagge.
