LANDKREIS - Für eine gründliche Überarbeitung des geplanten Fragebogens zur möglichen Einrichtung von Gesamtschulen im Landkreis hat sich die SPD/FDP-Mehrheitsgruppe im Kreistag ausgesprochen. Das von Landrat Frank Eger vorgelegte Papier müsse gründlich „entschlackt“ werden, sagte SPD-Fraktionschef Detlef Sonnenberg auf NWZ -Anfrage. Vor allem müssten die Erläuterungen verständlicher werden.

Die beiden Fraktionen setzten eine Arbeitsgruppe ein, der Helmut Hinrichs, Heinz-Jürgen Greszik (beide SPD), Ernst-August Bode und Niels-Christian Heins (beide FDP) angehören. Sie soll bis zur Sitzung des Kreisschulausschusses am 3. März die Änderungsvorschläge zu Papier bringen. FDP-Fraktionschef Bode sagte, neben den beiden Gesamtschulformen (IGS und KGS) sollten auch die Angebote des gegliederten Schulsystems vorgestellt werden. Die Eltern sollten dann angeben, ob sie ihr Kind zur Hauptschule, zur Realschule, zum Gymnasium oder zur Gesamtschule schicken wollten. Damit entspreche man den Vorgaben des Niedersächsischen Schulgesetzes, so Bode. An den von Eger vorgeschlagenen Standorten – Ahlhorn, Harpstedt, Hude und Wardenburg – wolle die Mehrheitsgruppe nicht rütteln.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Ansgar Focke wies auf die jüngsten Beschlüsse der CDU/FDP-Landesregierung hin. Danach wird auch an der Integrierten Gesamtschule (IGS) künftig das Abitur nach zwölf Schuljahren abgelegt. „Bevor die Elternbefragung startet, muss der Kreis die Eltern über die Neuerungen informieren“, so Focke.