Westerstede - Energieverschwendung ist teuer – deshalb befasst sich der Landkreis Ammerland schon seit Längerem mit den Möglichkeiten zur Einsparung von Strom und Gas. Am 15. März hatte sich der Kreistag damit beschäftigt, wie sich noch mehr in Klimaschutz- und Energieeffizienz investieren lasse (die NWZ berichtete).
Damals beschloss der Kreistag einstimmig, dass 100 000 Euro aus dem Haushalt für Energiesparmaßnahmen am Gebäudebestand des Landkreises zur Verfügung gestellt werden.
Im konkreten Fall betraf das die Berufsbildenden Schulen (BBS) in Rostrup. Was ist aus den Investitionen geworden?
„Wir sind im Moment dabei, die Beleuchtung in der BBS Rostrup auszutauschen“, sagt Detlev Fricke-Varban. Er ist der technische Leiter des Eigenbetriebes Immobilienbetreuung des Landkreises. Er rechnet damit, dass die Arbeiten an der Beleuchtung auch dieses Jahr abgeschlossen werden. Zuvor seien bereits die Fenster der BBS ausgetauscht und die Dämmwerte verbessert worden.
Demnach sei hier auch der „Großteil der Investitionen“ bei der BBS vorgenommen worden, wie Fricke-Varban sagt. „Denn hier waren die größten Verbrauchswerte zu verzeichnen gewesen“, so Fricke-Varban weiter.
Das kann auch der Erste Kreisrat Thomas Kappelmann bestätigen. Besonders die Heizung hätte zum hohem Energieverbrauch der BBS geführt.
Doch nicht nur die Berufsbildenden Schulen gehören zu den Energiefressern im Ammerland. Auch das Kreishaus verbrauche viel Energie. „Wir haben die Beleuchtung hier angepasst und seit einigen Jahren Steckerleisten im Büro“, sagt Kappelmann zu bisherigen Maßnahmen. Auch Mitarbeiter des Kreises müssten an ihrem Verhalten arbeiten. Dafür „werden wir erneut ein Verhaltenstraining machen“, so Kappelmann.
Ob die Maßnahmen greifen, zeigt der Landkreis jährlich in seinem Energiebericht. Danach „sehen wir auch, wo sich bei den Gebäuden Handlungsbedarf ergibt“, sagt Kappelmann.
Seit 2003 wurden knapp fünf Millionen Euro in Energiesparmaßnahmen investiert. Was dadurch an Geld eingespart wird, soll auch wieder in den Klimaschutz fließen.
Das Ziel des Landkreises: 20 Prozent weniger Kohlendioxid sollen die Gebäude bis 2020 ausstoßen (auf der Grundlage von 2008). Doch „die Klimaziele werden nur erreicht, wenn wir konsequent dran bleiben“, ist sich Fricke-Varban der Bedeutung der Energieeffizienz für den Landkreis Ammerland bewusst.
