LANDKREIS - LANDKREIS/STI - Bei nur einer Gegenstimme und einer Enthaltung hat sich der Kreistag des Landkreises Oldenburg nachdrücklich dafür ausgesprochen, den Standort der Graf-Anton-Günther-Schule (GAG) in Oldenburg beizubehalten. Bei der Schulstrukturreform im Jahr 2003 hatte sich der Schulausschuss einstimmig dafür ausgesprochen, die zusätzlichen 5. und 6. Klassen am Standort der vorhandenen Gymnasien anzusiedeln, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Detlef Sonnenberg (Wardenburg). Zudem seien Millionen für Baumaßnahmen investiert worden. Sonnenberg: „Die Wardenburger, Hatter und Huder wollen das GAG in Oldenburg behalten.“

Den Antrag auf Verlegung der GAG hatte Otto Sackmann (UWG) am 13. Juli in einem Brief an den Landkreis beantragt – noch vor der Kommunalwahl im Herbst. Der Kreistagsabgeordnete aus Ganderkesee wies darauf hin, dass gerade Fünft- und Sechstklässler an dem Gymnasium mit seinen inzwischen mehr als 1500 Schülerinnen und Schülern einen schweren Stand hätten. „Sie fordern doch sonst auch Einräumigkeit für den Landkreis“, hielt Sackmann seinen Kollegen im Kreistag entgegen. CDU-Fraktionschef Hans-H. Hubmann wies darauf hin, dass im Zweifel die Bürgernähe Vorrang habe. Der Weg nach Oldenburg sei für Jugendliche aus Wardenburg, Hatten und Hude einfach näher.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Ernst-August Bode stimmte Sackmann zu, dass das GAG inzwischen eine kritische Größe erreicht habe. „Wir brauchen am Gymnasium Ahlhorn eine Sekundarstufe II, damit es zu einer Entflechtung kommt“, so Bode.

Um die Voraussetzungen zu schaffen, damit die Landwirtschaftskammer weiterhin eine Nebenstelle des Landwirtschaftsamtes in Huntlosen betreibt, beschloss der Kreistag zudem, den bestehenden Erbbaurechtsvertrag zu ändern. Danach wird der Kreislandvolkverband in den bestehenden Vertrag mit dem Landkreis eintreten.