LANDKREIS - LANDKREIS/MTN - Der fachliche Konsens ist da. Nur über die Umsetzung für eine „Förderschule Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung“ im Landkreis sind sich die Grünen noch nicht im Klaren. Am Mittwochabend informierten sich die Kreistagsabgeordneten Manfred Rebensburg und Eduard Hüsers in Ganderkesee über den Stand der vom Kreis eingerichteten Arbeitgruppe, der auch Werner Köhler, Schulleiter der Förderschule am Habbrügger Weg (Ganderkesee), angehört. „Bisher müssen sich entsprechend verhaltensauffällige Kinder nach Osnabrück orientieren“, betonte Grünen-Geschäftsführerin Birte Wachtendorf die Notwendigkeit einer Förderschule im Landkreis.

Für Rebensburg kommt nur eine Förderung an bestehenden Grund- und Hauptschulen in Frage, um die Kinder und Jugendliche nicht auszugrenzen. „Die Schüler müssen nicht zu den Lehrern kommen, sondern die Lehrer zu den Schülern“, betonte er. In ähnlicher Form hat sich bereits die Kreisschulbehörde geäußert (die NWZ berichtete). Für die Grünen stünde nach wie vor die Integration der förderbedürftigen Schüler an erster Stelle. Das Dezentrale müsse im Mittelpunkt stehen.

Köhler hatte zuvor Ergebnisse der Arbeitsgruppe vorgestellt, wonach die Schüler nicht extern beschult werden sollten. Nach Vorstellungen des Arbeitskreises sollten Grundschüler an ihren Schulen in Zusammenarbeit mit Sonderschullehrern gefördert werden. Je nach Förderbedarf, so Köhler, wären sie Schüler der Grundschule oder Schüler der Förderschule mit Außenstandort an der entsprechenden Grundschule.

Für die Schüler der 5. und 6. Klasse schlage der Arbeitskreis vor, so Köhler weiter, an einem Standort – favorisiert ist derzeit die Nordenholzer Schule in Hude – ein „Kompetenzzentrum“ einzurichten. Laut Wachtendorf solle dieses mehr Charakter einer „Durchgangsschule“ haben. So solle auch einem „Sogeffekt“ entgegengewirkt werden, dass von den Schulen mehr Schüler „geliefert würden als nötig“.