Lastrup - „Wenn die Kinder die Natur nicht erleben, können sie sie nicht lieben. Und nur das, was man liebt, schützt man gerne“, erläuterte Klassenlehrerin Dominika Lampe beim Gang durch den noch taufrischen Wald. Für die dritten Klassen hatte die Astrid-Lindgren-Grundschule Lastrup zusammen mit Förster Hans-Georg Keimer und Sohn Jochen Keimer im Rahmen des Sachunterrichtes zum Thema „Natur“ eine Waldolympiade vorbereitet. An acht Stationen mussten die Drittklässler ihr Wissen beweisen und mit ihrer Gruppe durchaus nicht ganz einfache Aufgaben lösen.

Bei einer kurzen Einführung erläuterte Förster Hans-Georg Keimer den Unterschied zwischen einem Nadel-, einem Laub- und einem Mischwald. „Hier in Schnelten haben wir einen Mischwald“, machte Keimer deutlich. Dass die Bäume Sauerstoff liefern, dass man die Krone nicht absägen sollte, da sie das Austrocknen des Waldbodens und des Baumes verhindert und dass der Wald Lebensraum für Tiere ist, das wussten die Kinder bereits.

In Gruppen durften sie dann zeigen, was sie sonst noch alles gelernt hatten. So mussten sie unterschiedliche Zapfen den richtigen Zweigen zuordnen, im Wald versteckte heimische Waldtiere entdecken und benennen, das Alter von Baumstämmen anhand der Jahresringe zählen, im Fühlkissen Produkte ertasten oder eine bestimmte Entfernung schätzen.

Dass die Kinder Schnepfen und Fasanen nicht kannten und auch beim Schätzen der Entfernung oft „meilenweit“ daneben lagen, tat der Freude am Lernen keinen Abbruch. In einem Quiz konnten sie noch einmal beweisen, wie viel sie schon wussten. „Wir wussten alles“, erzählten die Kinder der Fledermausgruppe stolz. Dafür wurden sie dann zum Abschluss auch als beste Gruppe geehrt.