Molbergen/Assen - Ganz international geht es zurzeit an der Anne-Frank-Schule in Molbergen zu. Während einige Siebtklässler Polen besuchten, kehrten die Achtklässler am Wochenende von ihrem Austausch mit der Partnerschule in Assen (Niederlande) zurück. Sie erwiderten den Besuch ihrer Gastgeber, die sich im März in Molbergen aufgehalten hatten.
Seit 1996 besteht die Partnerschaft zwischen beiden Schulen. Jährlich besuchen die Niederländer Molbergen, und die Molberger revanchieren sich. „Sowohl in Assen als auch in Molbergen finden sich immer wieder Lehrer, Eltern und Schüler, die die Idee des Austauschs mittragen und fördern“, haben die Molberger Koordinatoren des Austausches, Sabrina Böhmer und Chantal Möller, erfahren.
Während die Niederländer in der „Christelijke Scholengemeenschap Vincent van Gogh“ Schule teilweise Deutsch gelernt haben, können auch die Molberger Achtklässler mit Niederländisch-Kenntnissen aufwarten. Sie beschäftigen sich von Klasse sechs an in einem Wahlpflichtkursus wöchentlich vier Stunden mit der Sprache.
Am ersten Tag stand diesmal nach der Begrüßung und dem obligatorischen Rundgang durch die Schule ein gemeinsames Mittagessen in der Schulmensa auf dem Programm. Bei der anschließenden Stadtrallye und einem Besuch im Eiscafé lernten die Molberger Assen näher kennen. Zudem nutzten Schüler und Lehrer die Gelegenheit, ihre Kontakte zu vertiefen.
Tags darauf folgte der versprochene Besuch der Schüler auf der großen Groninger Maikirmes, die an dem Tag startete. Vom 11. bis zum 21. Mai wird auf dem Großen Markt, dem „Vismarkt“ und dem „Ossenmarkt“ mit der größten Kirmes im Norden der Niederlande die Ankunft des Mai gefeiert. Während der „Meikirmes“ beherrschen Buden, Fahrgeschäfte und andere Attraktionen die Innenstadt. Sie verdrängen den dort sonst beheimateten Bekleidungs- und Gemüsemarkt an den Rand des Geschehens.
Einen weiteren Höhepunkt des Besuchs stellte ein Stadtbummel durch Groningen dar. Einen Eindruck von besonderen Haftbedingungen erhielten die Schüler am Vormittag beim Besuch der Strafanstalt Veenhuizen, die nun als Gefängnismuseum „Rode Pannen“ dient. In dem 1939 erbauten Gefängnis wurden bis 2012 besonders renitente Gefangene von speziell geschultem Personal „erzogen“.
Mit Sport und Spielen klang der Besuch in Assen aus. Nach einem gemeinsamen Mittagessen traten die Molberger dann ihre Heimreise an.
