Altenoythe - Nachdem bereits im Oktober vergangenen Jahres 21 Schüler der 6. Klassen der Heinrich-von-Oytha-Schule Altenoythe das Experiment „Handyfreie Tage“ erfolgreich durchgeführt hatten, gaben nun die Lehrkräfte der Schule freiwillig für zwei Wochen ihre Mobiltelefone ab. Vier Lehrer, die beiden Sozialpädagogen des Caritas-Sozialwerkes und der Schulleiter beteiligten sich an der Aktion. Das sollte den Schülern zeigen, dass sich auch die Erwachsenen mit dem Thema auseinandersetzen und mit dem Verzicht ihren eigenen Handykonsum überdenken.
„Die Aktion hat im Kollegium zum Nachdenken angeregt. Es wurde deutlich, wie sehr man das Handy im alltäglichen Leben nutzt und davon abhängig ist“, so Schulsozialarbeiterin Anja Vaske, die das Projekt gemeinsam mit Diplom-Sozialpädagogin Kira Döpke begleitete.
Allein die Tatsache, dass viele Informationen nur über die „Whatsapp“-Gruppen geteilt werden, habe es vielen schwer gemacht, darauf zu verzichten. Zum Beweis: Nach Rückgabe der Handys konnten von sechs Whatsapp-Nutzern 2066 ungelesene Nachrichten gezählt werden.
Die Teilnehmer gaben an, dass es ohne Handy entspannter und ruhiger für sie wurde. Das Umfeld habe sich hingegen über die schwere Erreichbarkeit beklagt. Das Festnetz sei nun wieder häufiger genutzt worden, wodurch auch die Kommunikation eine höhere Qualität bekommen habe, schilderte Vaske.
Alle seien sich einig gewesen, dass die Zeit ohne Handy eine wertvolle und spannende Erfahrung gewesen sei. Alle würden wieder mitmachen, wenn das Experiment erneut durchgeführt wird. Für die Zukunft haben sich die Lehrer vorgenommen, der Handynutzung im Alltag weniger Aufmerksamkeit zu schenken.
