LEMWERDER - Für die drei zehnten Klassen des Gymnasiums endete die Schulzeit in Lemwerder mit einer feierlichen Zeugnisübergabe in der Aula. Es ist der erste Jahrgang, der die Schule komplett von der fünften bis zur zehnten Klasse durchlaufen hat.

Landrat Michael Höbrink, Bürgermeister Hans-Joachim Beckmann und Elternsprecherin Marion Gerdes ließen es sich nicht nehmen, den Schülern für ihren neuen Lebensabschnitt alles Gute zu wünschen. In einem Rückblick erinnerten sie nochmals an die vielen Geschehnisse, die die Schüler an dem 2005 ganz neu gegründeten Gymnasium durchlebten „… und die alle hervorragend gemeistert hatten“, wie die Schulleiterin Marianne Weigel betonte.

Zu einer sehr unschönen Erinnerung gehört gewiss die Schließung des Gebäudes wegen Asbest rund sieben Monate nach der Eröffnung. Nach inzwischen sechs Jahren ist von den Anfangsschwierigkeiten aber nichts mehr zu merken. Am Gebäude hat sich durch Sanierung und Anbau viel verändert und der Schulbetrieb läuft in ruhigen Bahnen.

2005 begrüßte Marianne Weigel ihre damaligen Schüler mit: „Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.“ Die Reise wollte sie bis zur Beendigung der zehnten Klasse mit den Schülern gemeinsam gehen und packte symbolisch eine Reisetasche. Landkarte, Flöte, Uhr oder Wörterbuch gehörten zu den Dingen, die Fächer wie Erdkunde, Musik, Geschichte oder Sprachen darstellen sollten. Aber auch die beiden Schulsprecher, Jan Eisenhauer und Kim Kläner, hatten eine Tasche gepackt: für die Lehrerschaft. Dinge wie Kaffee zum Munterbleiben, Muskelcreme für die Sportlehrer, Traubenzucker gegen fehlende Energie oder Entspannungsbäder befanden sich darin.

Danach wurden sämtlichen Schülern von ihren Klassenlehrern auf der Bühne ihre Abschlusszeugnisse überreicht. Die Lehrer der 10b hatten sich etwas Besonderes einfallen lassen und riefen ihre Schüler nicht namentlich auf, sondern beschrieben nur ihre speziellen Eigenarten. Sehr treffend, denn alle erkannten sich sofort wieder – oft bevor die Lehrer zu Ende gesprochen hatten.

Nachdem auch die 10c auf der inzwischen recht vollen Bühne versammelt war, gab es für die jeweils zwei Klassenbesten noch ein Buch sowie einen Kalender vom Förderverein und ein letztes gemeinsames Lied aller Schüler.