Lemwerder - Ein erster und ganz bestimmt nicht letzter Kinderflohmarkt lockte Interessierte aus der Region in die Begegnungsstätte in Lemwerder. Lego, Playmobil und Bücher standen besonders hoch im Kurs.
Viele ihrer größeren Teile, aber auch Stiefel und Schuhe sei sie los geworden, freute sich Cannan Yelli, die zu den 38 Ausstellern gehörte. Etwas bedauert wurde seitens der Kundschaft, dass es deutlich weniger Jungen- als Mädchensachen gab, so ihre Erfahrung. Aber damit konnte die Mutter von lauter Mädchen leider nicht dienen.
Ganz begeistert von Lego und Co war nicht nur der Nachwuchs. Auch vielen Vätern machte es sichtlich Spaß, auf den Tischen zu stöbern und dabei so manches Schnäppchen für sich selbst zu entdecken. Gut kam die Idee an, größere Teile wie Kinderwagen mit der Tischnummer versehen auf der Bühne auszustellen.
Organisiert hatten die gelungene Veranstaltung die „Deichkinners“. „Wir hatten sogar eine Warteliste“, freute sich Oliver Grotheer, „Pressesprecher“ des noch recht jungen Fördervereins. Nachdem die beiden Fördervereine der Grundschulen aufgrund der veränderten Situation vor der Auflösung standen, entstand die Idee, einen Verein zu gründen, der die Interessen aller Lemwerderaner Krippen-, Kindergarten- und Grundschulkinder vertritt. Die kommunale Kindertagesstätte, die beiden kirchlichen Kindergärten sowie den des CVJM und die Grundschule, in denen die Jungen und Mädchen viele Zeit verbringen, wollen die elf Gründungsmitglieder auf diese Weise vernetzen und Anschaffungen oder Zuschüsse gewähren, die aus öffentlichen Mitteln nicht zu finanzieren sind. Mit allen Institutionen haben sich die Mitglieder des Fördervereins schon zusammengesetzt.
Was den „Deichkinners“ nun fehlt, sind möglichst viele Mitglieder. Die entspannte Atmosphäre der Cafeteria, die zum Flohmarkt gehörte, wurde darum von den Gründungsmitgliedern genutzt, neue Mitstreiter von ihrer Idee zu überzeugen. Das ist schließlich eine tolle Sache für Lemwerder, ist Oliver Grotheer überzeugt. Weitere Kinderflohmärkte oder ein großes Sommerfest möchten die „Deichkinners“ organisieren. Neben der wirkungsvolleren und nachhaltigeren Gestaltung der Einrichtungen soll es auch Zuschüsse geben, damit finanziell benachteiligte Kinder an Ausflügen oder Fahrten teilnehmen können.
Aber erst einmal steht der „Mitgliederfang“ an oberster Stelle, um das nötige finanzielle Polster zu schaffen, das die Umsetzung dieser Ideen ermöglicht.
