Lemwerder - Die Eschhofschule bleibt erhalten – trotzdem stehen Ute Volbers und Tatjana Winterboer auf dem Lemwerderaner Rathausplatz vor einem im Wind flatternden Plakat. „Lasst die Schule im Dorf“ war der Kampfspruch der Initiative gegen die Schließung der Oberschule. „Wir verkaufen hier an unserem Stand selbst gemachte Marmeladen. Eigentlich waren die Einnahmen für den Protest gegen die Entscheidung des Landkreises gedacht. Jetzt wollen wir das Geld nutzen, um den Schülern und Lehrern etwas Gutes zu tun. Für sie waren die vergangenen Wochen nicht einfach. “
Kontinuität zusichern
Die Lehrer hätten eine Zeit der Ungewissheit hinter sich, den Schülern sei es schwer gefallen, sich auf den Schulalltag zu konzentrieren. „Jetzt müssen wir in die Zukunft schauen“, sagt Tatjana Winterboer. Es muss ein zukunftsfähiges Konzept für die Schule erarbeitet werden. „Sonst stehen wir in zwei Jahren mit dem gleichen Problem wieder hier“, befürchtet sie. Denn steigen werden die Schülerzahlen für die Oberschule Lemwerder nicht signifikant.
Um ein Konzept für die Oberschule zu schaffen, soll ein Arbeitskreis gebildet werden. Darin werden Eltern, Schüler, Lehrer, Ratsmitglieder, Kreistagsmitglieder und Schulleitung zusammenarbeiten. „Es ist jetzt wichtig, dass wir Sicherheit für die Schüler und Eltern der Eschhofschule bekommen“, sagt Winterboer. Sie denkt dabei auch an die Neuanmeldungen für die Schule. „Die Eltern der jetzigen Grundschulkinder müssen Vertrauen in die Zukunft der Schule haben. Sonst melden sie ihre Kinder woanders an und die Schülerzahlen sinken“, befürchtet sie. Man müsse diesen Eltern Kontinuität zusagen können.
Ute Volbers und Tatjana Winterboer hoffen nun wie alle anderen Beteiligten an der Protestaktion, dass die Oberschule langfristig erhalten bleibt.
Infrastruktur halten
„Man muss die Gemeinde für Familien interessant halten. Wenn man mit Kindern hierherziehen möchte, prüft man zuerst die Infrastruktur im Ort“, sagt Volbers. Der ländliche Raum müsse auch für junge Menschen interessant bleiben.
