Lemwerder - Gespannt warten die Zuhörer auf des Rätsels Lösung: Die Meeresbiologin Clarissa Karthäuser vom Max-Planck-Institut für Marine Meeresbiologie in Bremen hatte im Vorfeld ihres Vortrags vor Fünft- und Sechstklässlern sowie einigen interessierten Viertklässlern per Email ein Bild eines eigenartigen Fundstückes aus dem Meer geschickt. Die Kinder sollten rätseln, um was es sich handelt. Gefunden hatte sie es beim Schnorcheln vor Puerto Rico auf ihrer letzten Forschungsreise.
Die Lösung: Das Fundstück entpuppte sich als Überrest einer alten Flasche. Geschickt strickte Karthäuser eine Geschichte um den vermeintlichen Flaschenrest und nahm die Kinder mit auf eine Reise durch die warmen und kalten Strömungen der Weltmeere. Nichts, was im Wasser landet, verschwindet einfach. Es geht auf eine lange Reise, verändert sich, sinkt tief hinab und endet manchmal als Behausung für Meeresbewohner. Die Meere sind voll von Dingen, die dort eigentlich nicht hingehören.
Die Forscherin beschäftigt sich aktuell mit sogenanntem Meeresschnee. Darunter kann man sich winzig kleine sinkende Komposthaufen im Meer vorstellen, in denen es von Bakterien nur so wimmelt. Sie bergen Rätsel, die nun mit wissenschaftlichen Methoden entschlüsselt werden sollen.
Mithilfe von sechs Kinderforschern aus dem Publikum vermittelte die Biologin anschaulich, wie man Meeresforscherin werden kann und welche vielfältigen Aufgaben zu meistern sind, bis man einen Doktortitel tragen kann.
