LEMWERDER - LEMWERDER - 66 Schüler besuchen zurzeit die Grundschule Deichshausen. „Damit liegen wir etwas unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre“, sagt Rektorin Sieglinde Vogel. Aber: „Die Tendenz ist steigend. Wir hoffen, dass die Sorge, die Schule wegen ausbleibenden Nachwuchses einmal aufgeben zu müssen, unbegründet ist.“
Dass in einer kleinen Grundschule gute Arbeit geleistet wird, stellen die vier Lehrer und die vier pädagogischen Mitarbeiter jeden Tag unter Beweise. So war die Grundschule in Deichshausen seinerzeit die einzige, die sich in der Gemeinde Lemwerder an dem „Regionalen Integrationskonzept“ zur Förderung so genannter lernschwacher Schüler beteiligte. „Diese wurden dann nicht mehr wie bisher auf die Lessing-Schule in Delmenhorst geschickt, sondern konnten in Deichshausen bleiben“, erklärt Vogel. Statt dessen kommen speziell ausgebildete Pädagogen für lernschwache Kinder aus Delmenhorst nach Deichshausen und unterstützen die dortigen Lehrer mit zwei Stunden pro Woche und Klasse. Vogel: „Dieses Konzept hat sich seit zwei Jahren sehr bewährt.“
Ein Vorteil besteht auch darin, dass die Kinder im Kreise ihrer Mitschüler und Freunde verbleiben und so besser gefördert werden können als wenn sie an einem anderen Ort, in einer anderen Schule unterrichtet werden. „Sie werden so nicht stigmatisiert und auf ein Abstellgleis geschoben“, meint die Rektorin.
Wie an anderen Grundschulen auch, wird in Deichshausen ab der dritten Klasse Englischunterricht erteilt. Zwei Stunden pro Woche lernen die Schülerinnen und Schüler die Geheimnisse der englischen Sprache kennen. Zum Sport werden jede Woche jeweils zwei Klassen mit dem Bus zur kleinen Sporthalle an der Schlesischen Straße gefahren, wo sie abwechselnd Sport- oder Schwimmunterricht erhalten. Wichtig: „Wir haben den Ehrgeiz, dass jedes Kind – nach Ende der Grundschulzeit – schwimmen kann.“
Sehr zufrieden ist die Rektorin mit dem Schulträger, der Gemeinde Lemwerder. Besonders in Sachen Renovierung sei in der jüngsten Zeit eine Menge passiert, so Vogel. Dadurch seien die Voraussetzungen für guten Schulunterricht gegeben.
„Natürlich hat man durchaus noch Wünsche“, meint Vogel. So fehle der Schule noch ein Mehrzweckraum, in dem alle Schulklassen zusammenkommen können. „Dort könnte auch Gymnastikunterricht erteilt werden, ohne dass wir gleich mit dem Bus durch die ganz Gemeinde fahren zu müssen“, sagt die Pädagogin.
Neben der feierlichen Einschulung der Erstklässler, wird das Schulleben auch durch die Schulentlassungsfeier, verknüpft mit einem Theaterstück, geprägt. „Dafür haben wir von der Einstudierung eines Weihnachtsmärchens Abstand genommen“, sagt Vogel. Gerade in der Vorweihnachtszeit seien die Kinder mit den unterschiedlichsten Veranstaltungen dermaßen reichlich versorgt, dass sie durch ein Weihnachtstheaterstück nur noch zusätzlich überfrachtet würden.
