LEMWERDER - Für neun Hunde des Hundesportvereins Lemwerder ging es am Sonntagmorgen sprichwörtlich um die Wurst. Weimaraner-Hündin Senta, Bernersennen-Rüde Sam, Australian Caddledog-Rüde Merlin von der Siegquelle, Schäferhund-Mix-Rüde Basko, die beiden Mischlings-Rüden Leo und Lucky sowie die Mischlings-Hündinnen Bella und Ginny waren für die Prüfung zum verkehrssicheren Begleithund angemeldet.
Mit Argusaugen verfolgte Rudi Kaplan, Leistungsrichter des Landesverbandes Weser-Ems, die Unterordnung der Hunde. Hierbei mussten die Vierbeiner auf dem Hundeplatz in einem speziellen Parcours ihr gutes Verhalten mit und ohne Leine unter Beweis stellen und einer Reihe von Befehlen gehorchen. „Zuvor wird jeder Hund einem Wesenstest unterzogen“, erklärte Vereinsvorsitzende Ursel Münker.
Besonders aufgeregt und mitfiebernd zeigte sich deren Ehemann Heinz – und das noch nach 25 Jahren Prüfungserfahrung. Nicht nur, dass Heinz Münker jede Menge Arbeit und Mühe in die Hunde gesteckt hatte, diesmal musste der Hundeführer selbst mit Weimaraner-Hündin Senta auf den Platz.
Die gut anderthalbjährige Senta gehört zwar Werner Addicks, aber Heinz Münker hat die Ausbildung des Jagdhundes übernommen. Das Ehepaar Münker hat selber keinen Hund mehr, und das reine Zusehen fiel ihnen doch schwer. „Obwohl sich Hund und Trainer nur am Wochenende sehen, sind sie ein Herz und eine Seele“, so Ursel Münker. Und die Arbeit hatte sich gelohnt, denn Senta belegte bei der „Hundeführerschein-Prüfung“ den ersten Platz.
Den Abschluss der Begleithundprüfung bildete der „Stadtteil“, bei dem sich die Tiere in Alltagssituationen im Straßenverkehr beweisen mussten und sich vor allem nicht ablenken lassen durften. Für alle Hunde bis auf Pudelmischlings-Hündin Ginny war es die erste Prüfung.
Noch im Frühjahr hatte sich Ginny zu sehr ablenken lassen. Doch dieses Mal hatte es zur Freude von Frauchen Jana Holzfuß geklappt, die damit den ersten Platz in der Wertung der Jugendlichen erreicht hatte.
Malinois-Hündin Zora legte mit Frauchen Svenja Harye als einzige die Fährtenhundprüfung (FH1) ab. Hierbei ist Zora schon fast ein „alter Hase“ bzw. ein richtiger Spürhund. Die sechsjährige Hündin meisterte die rund 1,5 Kilometer lange Fährte durch Wiese, Acker und Weg mit Bravour und spürte sämtliche Gegenstände auf. Schon im Frühjahr hatte Zora mit 92 Punkten ein gutes Ergebnis erreicht. Dieses Mal waren es sogar 100 Punkte – mehr ging nicht.
Zur Belohnung für die tapferen Tiere gab es von Ursel Münker zwar nicht die eingangs erwähnte Wurst, dafür aber ein besonderes Leckerli-Präsent. Die Wurst gab´s in der Erbsensuppe für alle Vereinsmitglieder.
