Landkreis - „Die Lernförderung der Volkshochschulen ist eine wichtige Säule für alle Schulformen und Klassen. Jeder Schüler kann bei uns einen individuellen Förderunterricht bekommen“, sagt Brigitte Witte von der Volkshochschule (VHS) Wildeshausen. Zusammen mit ihren Kolleginnen Imke Köhne von der VHS Hatten/Wardenburg und Deike Rölle von der Regio-VHS Ganderkesee-Hude möchten die Dozenten auf die Lernförderung im Landkreis Oldenburg aufmerksam machen.

Die Lernförderung der VHS findet in Einzelunterricht statt. Nur in Ausnahmefällen werden bis zu drei Schüler gleichzeitig unterrichtet. „Einzelunterricht ist die beste Möglichkeit. Auch nicht jeder der Dozenten passt zu jedem Schüler. Da wählen wir aus“, sagt Imke Köhne. Hierfür ist eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen und den dortigen Sozialpädagogen notwendig. „Die Schüler brauchen Erfolgserlebnisse. Wenn man nur schlechte Noten auf dem Zeugnis hat, können viele Schüler auch kein gutes Selbstbewusstsein entwickeln“, so Deike Rölle.

Nach Beantragung sind die Schüler für sechs Monate im Programm. Während dieser Zeit werden sie mehrmals pro Woche in allen Fächern gezielt gefördert, auch auf Klausurtermine wird reagiert. Hierbei soll es sich nicht um weitere Unterrichtsstunde handeln, die Schüler sollen selbstständig am Lernerfolg arbeiten. Nach der Förderung können die Schüler ihre Dozenten beurteilen.

Das passt zum Ziel der Volkshochschulen: die Lernförderung auszubauen und Methoden zu verbessern. Brigitte Witte appelliert: „Eltern sollten keine Scheu haben, eine Lernförderung zu beantragen. Oft konnte die Wiederholung einer Klassenstufe vermieden werden. Den Schülern hat das Lernen wieder Spaß gemacht.“

Heiner Elsen
Heiner Elsen Redaktion Münsterland