Wildeshausen - Seit 2002 wird weltweit der 21. September eines jeden Jahres als Internationaler Weltfriedenstag gefeiert. Auch in diesem Jahr kamen über 200 Schülerinnen und Schüler aus Wildeshauser Schulen zum Stellmacherplatz, um schon einen Tag vorher ein Zeichen für Demokratie und Toleranz zu setzen. Darunter die Klassen 4 bis 8 der Hunteschule, die Klasse 4a der St. Peterschule, die Klasse 2a der Wallschule, die Klassen 6a, 6b und 7a der Hauptschule, die Klasse 7 der Privatschule Gut Spascher Sand und die Klasse 5b des Gymnasiums.

Bereits in der vergangenen Woche hatten die Kinder und Jugendlichen Friedensgirlanden vorbereitet und in 31 Geschäften an der Westerstraße aufgehängt. Außerdem wurden Unicef-Spendendosen aufgestellt, um für die Opfer des Bürgerkriegs in Syrien zu spenden. Weitere Spendengelder kamen mit Hilfe des Jugendzentrums Wildeshausen zusammen.

Dort hatten rund 250 Schülerinnen und Schüler Buttons zum Anstecken mit verschiedenen Friedensmotiven erstellt. Pro Button wurde ein Euro an notleidende Kinder in Syrien gespendet. „Mithilfe des gesammelten Geldes können wir immerhin schon zehn Kinder einkleiden“, sagte Charlotte von Olearius und bedankte sich bei den Kindern und Jugendlichen für ihr großes Engagement. „Millionen von Menschen sind bereits aus Syrien geflüchtet und leben dort in riesigen Zeltstädten, eine Situation, die für uns kaum vorstellbar scheint“, so von Olearius. Zwar seien die Flüchtlinge jetzt in Sicherheit, müssten aber versorgt werden.

„Wir hoffen, dass bald Frieden herrscht, Krieg löst keine Probleme“, appellierte Olearius. Im Anschluss zeigte leistete jede Klasse einen Beitrag . Die Schüler der 2a der Wallschule sangen das Lied „Ich schenk Dir einen Regenbogen“, die Klasse 7 von Gut Spasche beteiligte sich mit dem Kanon „Make love not war“. Die Klasse 4a der St. Peterschule trug das Gedicht „Der Frieden“ vor und die Schüler der 5d des Wildeshauser Gymnasiums trugen „Lieder, die wie Brücken sind“ in Begleitung von Gitarre und Violine vor.

Anschließend wurde still der Familien und Bekannten gedacht, die gerade in Syrien sind, denn in einigen Klassen sind auch aus Syrien stammende Schüler, die täglich Angst um Bekannte und Verwandte haben müssen oder gar schon Angehörige durch den Bürgerkrieg verloren haben. Im Anschluss stellten Vertreterinnen der Unicef-Gruppe Oldenburg ihre Arbeit vor und dankten den Schülern für ihr großes Engagement.

Als Symbol des Friedens ließen Charlotte von Olearius und Imke Schmidt vom Jugendzentrum etwa 20 Friedenstauben frei. Zum Abschluss servierte Linda Vietor syrisches Gebäck, das sie gemeinsam mit Teilnehmern der Koch- und Backgruppe zubereitet hatte.

Sabrina Wendt
Sabrina Wendt Thementeam Wirtschaft