LIENEN - Was ist denn da passiert? Jede Menge Verbandsmaterial – und Schülerpaare, die sich gegenseitig die Hand verbinden. Doch Entwarnung, es ist kein Ernstfall, hier wird nur gezielt geübt. „So ein Armverband ist wirklich kein Beinbruch“, sagt Elice, die mit ihrer Klassenkameradin Tessa begeistert bei der Sache ist. „Das macht tatsächlich richtig Spaß“, sagt Tessa.
Die 4. Klasse der Grundschule Lienen unternimmt in der kommenden Woche eine Klassenfahrt – und da kommt der Erste-Hilfe-Kursus gerade zur rechten Zeit, sagt Klassenlehrerin Gisela Schnesche. Und Wanda Duhm, Ausbildungsleiterin des Deutschen Roten Kreuzers in Nordenham weiß, worauf es ankommt. „Mit dem vierstündigen Kursus geben wir eine kurze Einweisung in die Erste Hilfe“, betont Duhm. Der Notruf 112, Armbruch, Verbände – Hand-, Arm-, Knieverband, Fingerkuppenpflaster – der Rettungsgriff und die stabile Seitenlage stehen an diesem Donnerstagvormittag auf dem Programm.
Ruhe bewahren
Dass man beim Notruf die Nerven bewahren muss, hat Duhm den Vierklässlern längst beigebracht. „Die Notruf-Hand und ihre Teile“, steht auf dem adressatengerechten Arbeitspapier – und vom Daumen bis zum kleinen Finger können sich die Viertklässler spätestens bis zur Klasenfahrt folgendes einprägen: Wo ist es geschehen? Was ist geschehen? Wie viele Verletzte gibt es? Welche Verletzungen haben sie? Es folgt noch das Warten auf eventuelle Rückfragen! Am Ende der vier Unterrichtseinheiten hofft Gisela Schnesche, dass bei der Klassenfahrt alles ohne Verletzungen oder mögliche Unfälle abgeht.
Gut vorbereitet
Und bei kleinen Problemen sind die 23 Schülerinnen und Schüler zumindest gut vorbereitet – und das ist auch ein ganz gutes Gefühl.
