Lienen - Ganz schön lange müssen Amelie, Mara und Josephine überlegen, um die Frage zu beantworten, was ihnen am meisten Spaß macht bei der Ferienbetreuung des CVJM in der Grundschule in Lienen. Eigentlich finden sie alles toll. Das Basteln ist am besten, sprudelt es dann schließlich aber doch begeistert aus den drei Mädchen heraus.

Das Trio gehört zu den knapp 30 Sechs-bis Zwölfjährigen, die die ersten drei Wochen der Sommerferien weiterhin die Schule besuchen – allerdings nicht, um dort zu lernen, sondern vielmehr, um Spaß zu haben, während ihre Eltern zur Arbeit gehen.

Die CVJM-Betreuerinnen Britta Lüschen und Marena Stopinsek haben sich zusammen mit Hendrik Meinradus, der natürlich wieder seine Gitarre dabei hat, ein abwechslungsreiches Programm einfallen lassen. Es handelt sich dabei jedoch nur um Vorschläge, betonen sie. Bestimmen, was dann tatsächlich gemacht wird, dürfen die Kinder. Schließlich sollen sie doch ihre Ferien mit Dingen verbringen, an denen sie Spaß haben.

An diesem Tag werden im Werkraum Traumfänger gebastelt. „Das Knoten war gar nicht so einfach“, zeigt einer der Jungen stolz sein Exemplar. Auch Taschen wurden schon bemalt oder Salzteig geknetet, berichtet Marena Stopinsek. Darauf, ob die aus Gips und Lebensmittelfarbe selbst hergestellte Kreide etwas geworden ist, ist sie genauso neugierig wie die Kinder. Das kleine Experiment hat erst einmal Zeit zum Trocknen.

Neben dem Basteln gehören Ausflüge zum Strand, an die Kaje oder zum Eisessen, wie Marena Stopinsek leise etwas von den Plänen für die kommende Woche verrät, zu den Unternehmungen. Die Grundschule mit ihrem Spielplatz bietet seit einigen Jahren den geeigneten Raum für die Betreuung des Berner und Elsflether Nachwuchses. Auch bei Regen haben die Jungen und Mädchen genügend Platz, um auf dem Fußboden der Pausenhalle riesige Dörfer und Straßen aufzubauen, zu toben oder sich in auch mal in einen ruhigen Raum zurückzuziehen.

Das Mittagessen schmeckt in so großer Runde immer besonders gut. Während die Elsflether Kinder nach der vereinbarten Zeit abgeholt werden, werden die Berner Kinder am frühen oder späteren Nachmittag per Kleinbus in ihre Gemeinde kutschiert.

Dieses Rundum-Sorglos-Paket kommt offenbar bestens bei Klein und Groß an, denn es gibt viele „Wiederholungstäter“, die sich jedes Mal auf ein Wiedersehen mit den neuen Freunden freuen.