LöNINGEN - Das Copernicus-Gymnasium hat Jürgen Wiehe in den Ruhestand verabschiedet. Damit geht für die Schule und die Stadt eine Ära zu Ende.
von peter linkert
LÖNINGEN - Mit besten Wünschen für die Zukunft und großem Dank für seine Arbeit ist gestern Jürgen Wiehe nach 17-jähriger Tätigkeit als Direktor des Löninger Copernicus-Gymnasiums verabschiedet worden: Mit Musik, einem Film, einer Dia-Show, einem Sketch und etlichen Reden ließen Schüler, Lehrer, Eltern und Ehrengäste das Wirken Wiehes mit großem Respekt und viel Humor noch einmal Revue passieren.Schon vor seiner Zeit als Direktor war Wiehe in Diensten des Löninger Gymnasiums, und kurz nach seinem Antritt als Schulleiter machte er sich für den Namen „Copernicus“ stark: Wissenschaft und Glaube im Miteinander sollte das Credo des Gymnasiums sein, so Pfarrer Josef Saalfeld. Damit wurde auch Wiehes persönlicher Lebenseinstellung entsprochen. „Demokratie und christliche Tradition“, so der scheidende Chef, seien immer seine Normen und Werte gewesen. Sein evangelischer Glaubensbruder Oberkirchenrat Dr. Dietmar Pohlmann überreichte einen Leuchtturm als Symbol für Zuverlässigkeit, Weitsicht und Orientierung.
Politisch habe er immer für Europa und die USA als transatlantischem Partner gestanden, so Wiehe. Beides wurde honoriert: Der Europaabgeordnete Dr. Hans-Peter Mayer überreichte ihm die Ehrenmedaille der Europäischen Volkspartei, und zu Wiehes großer Freude war eine Delegation der Norfolk Academy aus USA gekommen, mit der das CGL seit langem eine Schulpartnerschaft pflegt.
Nach der Begrüßung der Gäste im nahezu vollbesetzten Forum Hasetal durch Studiendirektor Dr. Wolfgang Sieverding hatten Oberstudiendirektor Klaus Seifert (Landesschulbehörde) und Cloppenburgs Landrat Hans Eveslage (Schulträger) Wiehes Werdegang und Verdienste gewürdigt. Zuvor war er in einer Kutsche zur Schule gebracht und von einem Schülerspalier empfangen worden.
Alle Festredner hatten Wiehes Gattin Karin sowie die Familie in ihren Dank einbezogen. Das tat auch Wiehe – mit einem Kloß der Rührung im Hals. Die Lobreden kommentierte er auch: „Es stimmen ja immer nur zehn Prozent. Aber man hört es ja so gerne.“ Nachfolger wird Ulrich Schimke (Bad Essen).
