Löningen - „In den letzten Jahren hat sich in der Schule vieles verändert. Es war nicht immer leicht, den vielen Richtungsänderungen und Experimenten in der Schulpolitik gerecht zu werden. Aber Schule war eine spannende Herausforderung“, zog Oberschulrektorin Hedwig Knabke ein positiv-kritisches Fazit ihrer 42-jährigen Dienstzeit in den Schulen der Region. Dabei würdigten die Gäste einmütig das Engagement, die Kompetenz, das Verantwortungsbewusstsein und die Kommunikationsfähigkeit der bisherigen Lastruper Oberschulrektorin, die nun in den Ruhestand verabschiedet wurde. Untermalt und aufgelockert wurde die Verabschiedungsfeier durch Darbietungen der Laienspieler, Tänzer und Musiker der Schularbeitsgemeinschaften.

„Wo ist die Zeit geblieben?“, fragte Konrektor Dirk Zumdohme bei seiner Begrüßung der vielen Ehrengäste, unter ihnen neben der Familie Knabke, den Kollegen und Freunden auch Bürgermeister Michael Kramer, Pfarrer Günter Mleziva und Pater Walter Körbes, die Rektoren der benachbarten Schulen sowie die Mitglieder des Elternrats und des Fördervereins. „Du hattest gute Gründe, nach 33 Dienstjahren die Ludgeri-Realschule in Löningen zu verlassen, um für eine relativ kurze Zeit als Rektorin nach Lastrup zu wechseln“, so Zumdohme und erinnerte daran, dass in Lastrup durchaus von einer Übergangslösung gesprochen wurde. „Und auch nach dem Sinn wurde gefragt, eine Schulleiterstelle für nur drei Jahre zu besetzen“, so der Konrektor, um dann mit großem Lob aufzuwarten. „Besser kann es eine Schule wohl kaum treffen, als die Rektorstelle mit einer Person zu besetzen, die eine so lange Berufserfahrung mitbringt und im Gepäck Führungsverantwortung, Managementkompetenz, Teamgeist, Persönlichkeit und Sicherheit in der Gesetzeslage hat. Du hast dich von Anfang an mit der neuen Schule identifiziert.“ Zumdohme betonte, dass die Zeit Knabkes als Schulleiterin ein Gewinn für die Schule in Lastrup gewesen sei.

„Ihre prägende Zeit war die Ludgeri-Realschule Löningen“, betonte der schulfachliche Dezernent Mark Rayner- Lorentzen. Nach Lastrup habe Knabke Ideen und Erfahrungen mitgebracht. Nach dem Abitur 1972 habe Knabke in Göttingen Mathematik und Sozialkunde studiert. Ihren Anwärter-Dienst habe sie im Emsland absolviert, bevor sie 1982 an die Realschule Löningen wechselte, wo sie als Vertrauenslehrer, Konrektorin und zeitweise als kommissarische Schulleiterin gewirkt habe.

„Nach drei Jahren hast du dein Klassenziel erreicht. Du hast die Schulleiterstelle mit großem Engagement und Können geführt. Du warst ein Gewinn für die Schule“, lobte auch Bürgermeister Michael Kramer. Er bezeichnete die Zusammenarbeit mit der Schulleiterin als angenehm und vertrauensvoll. Die Lastruper Grundschulrektoren Josef Niehaus und Monika Sommer fanden ebenfalls viel Lob für die konstruktive Zusammenarbeit.

Knabke erinnerte an schöne, aber auch an einige weniger schöne Momente, die es in ihrem Berufsleben gegeben habe. „Wer jahrelang Schule erlebt hat, bezweifelt irgendwann, ob jede Reform der Reform der Reform immer richtig ist. Wie gut tut es dann, ein Kollegium zu haben, in dem man offen über alles reden kann“, lobte Knabke ihre Kollegen in Lastrup, aber auch die ehemaligen in Löningen.

Die Kollegen verabschiedete sich mit einem Song, angelehnt an Helene Fischer: „Arbeitslos durch die Nacht, nie mehr Lastrup um halb acht“ sangen sie und schenkten eine Ruhebank.