LOHNE - Energie effizienter nutzen und dadurch das Klima schützen möchte die Stadt Lohne mit der Aufstellung eines Klimaschutzteilkonzepts erreichen. Dafür nimmt ein Planungsbüro alle 33 Liegenschaften der Stadt wie zum Beispiel das Rathaus, die Schulen oder die Feuerwehrhäuser unter die Lupe und sucht nach Möglichkeiten, den CO2-Ausstoß für diese Gebäude zu vermindern.
Die Aufstellung des Klimaschutzteilkonzeptes in Lohne hat ein finanzielles Volumen von 63 800 Euro. Die Hälfte der Summe bekommt die Stadt aus Bundesmitteln durch das Forschungszentrum Jülich erstattet.
„Das Klimaschutzteilkonzept ermöglicht es uns, Prioritäten zu setzen, welche Gebäude wir in welcher Form sanieren müssen, um die Energieeffizienz zu erhöhen“, erklärt Matthias Reinkober vom Bauamt der Stadt Lohne. Die Verabredung von bestimmten Baumaßnahmen beinhalte das Klimaschutzteilkonzept nicht. Das Ergebnis wird in knapp einem Jahr vorliegen.
In einer Datenbank werden Gebäudeart, Baujahr, Nutzfläche, Energieverbrauch oder auch klimaschutzrelevante Schwachstellen vermerkt. „Anschließend erstellt die Verwaltung eine Prioritätenliste, die sukzessive abgearbeitet wird“, so Reinkober.
Das Klimaschutzteilkonzept reiht sich ein in einen umfangreichen Maßnahmenkatalog, den die Stadt schon jetzt vorweisen kann. Fortlaufend lässt die Verwaltung öffentliche Gebäude wie Schulen, Kindertagesstätten und Sporthallen unter energetischen Aspekten sanieren.
Um die Ressource Boden zu schonen, werden dünn besiedelte Stadtquartiere, die nach heutigen Gesichtspunkten über relativ große Grundstücksgrößen verfügen, behutsam neu überplant. Die komplette Straßenbeleuchtung ist seit 2010 auf Energiesparlampen umgestellt. Und an jedem zweiten Montag im Monat sitzt ein unabhängiger Energieberater im Rathaus und gibt gegen eine Gebühr von fünf Euro Bauherren Ratschläge für energieeffizientes Planen.
Auf den Dächern des neuen Lohner Bauhofs oder der Von-Galen-Schule wird der Klimaschutz sichtbar. Sie werden von 960 beziehungsweise 790 Quadratmetern Photovoltaikanlagen bedeckt. „Weitere städtische Gebäude werden hinsichtlich ihrer Nutzung noch untersucht“, kündigt Stadtplaner Reinkober an.
Gute Erfahrungen hat die Stadt auch bei der Begrünung von Dächern gesammelt: Auf der Albert-Schweitzer-Realschule, dem Foyer des Ratssaals oder der Sporthalle der Franziskus-Schule sprießt eine extensive Begrünung. Im kommenden Jahr sollen weitere 430 Quadratmeter öffentliche Dachfläche begrünt werden.
