Nordenham - Noch bis Anfang dieses Monats hat der Stadtrat-Arbeitskreis Sozial- und Bildungsstruktur zwei Grundschulstandorte im Stadtnorden favorisiert. Demnach sollten die Grundschulen Blexen und Einswarden möglichst 2018 im Schulzentrum am Luisenhof in Einswarden zusammengeführt werden. Davon ist der Arbeitskreis jetzt abgerückt, weil zurzeit nicht absehbar ist, wie lange noch der Landkreis als Eigentümer des Luisenhofes die dortigen Schulgebäude nutzen wird.
Daher sollen nach den neuesten Empfehlungen des Arbeitskreises der Stadt die Grundschulen Blexen und Einswarden in die Grundschule Friedrich-August-Hütte integriert werden, sobald in FAH ausreichend Kapazitäten frei werden. Wann das der Fall ist und ob bis dahin vielleicht doch noch der Luisenhof frei werden könnte, lässt sich zurzeit nach Informationen der NWZ nicht abschätzen. Das könnte mehrere Jahre dauern.
Arbeitskreismitglieder sehen die Grundschulen Blexen und Einswarden daher vorerst in der Walteschleife und halten den Luisenhof im Hinterkopf. Auf keinen Fall soll es dazu kommen, dass am Luisenhof Grundschüler zeitgleich mit älteren Schülern höherer Schuljahrgänge unterrichtet werden.
Wie berichtet, wird seit Monaten über die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in Nordenham diskutiert. Sowohl die Luisenhofschule als auch die Oberschule I haben ihre Umwandlung in eine IGS beantragt.
Der Arbeitskreis Schulentwicklungsplanung, dem Vertreter aller Kreistagsfraktionen angehören, hat jetzt nach Rücksprache mit der Landesschulbehörde vorgeschlagen, dass zum Beginn des Schuljahres 2015/2016 Luisenhof und Oberschule I zu einer Oberschule verschmolzen werden sollen. Zum Beginn des Schuljahres 2016/2017 soll dann diese große Oberschule in eine IGS umgewandelt werden – wenn eine vorherige Elternbefragung dafür grünes Licht gegeben hat.
Die IGS könnte als Doppelstandort am Luisenhof und an der Pestalozzistraße (heutige Oberschule I) oder alleine an der Pestalozzistraße betrieben werden. Das ist noch nicht entschieden. Sollten alle neuen fünften Klassen an der Pestalozzistraße konzentriert werden, würden die verbleibenden Luisenhof-Klassen eventuell bis zum Schulabschluss am Luisenhof bleiben.
Die Sache wird noch komplizierter, weil zurzeit auch über die Zukunft des Berufsschulstandortes Nordenham diskutiert wird. Ihre Räume an der Pestalozzistraße könnten eventuell von einer künftigen Oberschule oder einer IGS genutzt werden.
Zudem strebt die Kreisvolkshochschule ein neues Domizil in Nordenham an. Für die nächsten drei Jahre will sie aber weiterhin Räume in der Grundschule FAH und am Marktplatz nutzen. Später kämen frei werdende Räume einer Grundschule in Zentrumsnähe infrage.
Wie auch immer – über die Grundschulstandorte entscheidet der Stadtrat. Auf einen Terminplan haben sich die Ratsmitglieder noch nicht festgelegt.
