Schortens/Friesland - „Klimaschutz ist für mich wichtig, weil die Gesundheit davon abhängt“, sagt Tobias Ellerbrock von der Oberschule Jever. Und Oberschülerin Trientje van der Wielen, Siebtklässlerin aus Hohenkirchen, machen die Klimaveränderungen Angst: „Das Abschmelzen der Polkappen und der Anstieg des Meeresspiegels bereiten mir Sorge.“ Die Zwölfjährige will unter anderem in ihrer Klasse für mehr Mülltrennung sorgen. Tomke Hinrichs von der Integrierten Gesamtschule in Schortens findet: „Jeder kann einen kleinen Teil zum Klimaschutz beitragen. Ich zum Beispiel fahre oft von Hooksiel mit dem Fahrrad zur Schule nach Schortens.“

Die drei Jugendlichen und mit ihnen ihre vielen Mitschüler von sechs weiterführenden Schulen aus dem Landkreis Friesland haben sich Gedanken zum Klimaschutz gemacht. Im Mittelpunkt stand, was man vor Ort umsetzen und im Kleinen verbessern kann, um die Umwelt und damit das Klima zu schützen und „die Welt zu retten“. Ein Jahr nach dem Start des Klimaschutz-Wettbewerbes des Landkreises wurden am Mittwoch bei der Klimaschutzkonferenz der weiterführenden Schulen im Bürgerhaus in Schortens die Sieger des Wettbewerbes ausgezeichnet (siehe Infokasten). Für alle sechs Schulen gab es Preisgelder zwischen 1000 und 5000 Euro.

Verantwortlich für die Umsetzung und Begleitung des Projekts war das Regionale Umweltzentrum (RUZ) in Schortens. Das koordiniert mit den Schülern und Lehrern nun auch, wofür die Gelder verwendet werden sollen. „Vorzugsweise natürlich in bestehende oder neue Klimaschutzprojekte“, sagt RUZ-Mitarbeiterin Ina Rosemeyer.

Mit der Preisverleihung aus dem so genannten Klima-Contest ist das Thema Klimaschutz an den weiterführenden Schulen keineswegs beendet. „Es geht natürlich weiter, nur niederschwelliger“, sagt Rosemeyer.

Anregungen dafür bot der Klimavormittag im Bürgerhaus, den Schüler und Lehrer von 15 der 18 weiterführenden Schulen im Kreisgebiet besuchten. Sie holten sich Anregungen vom Oldenburger Repair-Café, dessen Betreiber im Bürgerhaus erklärten, wie man defekte und vermeintlich nicht mehr zu reparierende Geräte doch wieder hinbekommt.

Weitere Themen waren Klassiker wie das Energiesparen an Schulen. Schüler der Elisa-Kauffeld-Schule in Jever haben ermittelt, dass es allein an ihrer Schule 1526 Leuchtmittel gibt. Auch Abfallprojekte wie Müllvermeidung und Mülltrennung oder das klimafreundliche Beschaffen von Schulmaterialien wurden diskutiert.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever