Ganderkesee - Dicht gedrängt stehen mehrere hundert Zuschauer in der Schlange vor dem Zirkuszelt, es duftet nach frischem Popcorn und Zuckerwatte. Im Zelt sind die 200 Akrobaten, Clowns und Jongleure schon ganz aufgeregt: Am Freitag endete die Zirkusprojektwoche der Grundschule Lange Straße mit zwei großen Aufführungen für Eltern und Verwandte.

Seit Montag war die Zirkusfamilie Frank aus Hannover an der Schule zu Gast. In Schnupperkursen konnten die Schüler aller Jahrgänge die neun verschiedenen Angebote ausprobieren, den Rest der Woche haben die Nachwuchsdarsteller dann neben dem regulären Unterricht geprobt. Finanziert wurde das Projekt mit den Einnahmen aus dem letzten Sponsorenlauf. „Wir wollten, dass alle Kinder, die mitgelaufen sind, davon profitieren“, erklärte Schulleiter René Jonker. „Wir sind wirklich zufrieden, das Projekt hatte einen riesigen pädagogischen Nährwert“, betont er.

So hätten sich auch viele zurückhaltende und schüchterne Schüler ins Rampenlicht der Manege getraut, außerdem wurde in den einzelnen Gruppen jahrgangsübergreifend geprobt. „Das hat auch der Schülerrat betont, das fanden alle toll“, so Jonker. „Das schweißt uns als Gemeinschaft zusammen.“

Zum Abschluss der Projektwoche folgten deshalb am Freitag zwei Aufführungen, in denen die Schüler präsentieren konnten, was sie gelernt haben. Schon in der Vorstellung um 15 Uhr, zu der die eine Hälfte der Elternschaft eingeladen war, wurden die Stühle knapp – dabei fasste das Zelt rund 500 Zuschauer. Die Aufführung ließen sich auch mehrere ehemalige Lehrer der Schule nicht nehmen, unter anderem war die langjährige Schulleiterin Rita Wieneke zu Gast.

Und das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen: Die Clowns tanzten durch die Manege oder warfen Luftballons in die Menge, auch „Raubtierdompteure“ hatten ihren großen Auftritt – auch, wenn es sich bei den Tieren lediglich um Ziegen handelte.