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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung

Jade One als fliegendes Labor für Studierende

22.08.2019

Mariensiel /Wilhelmshaven Ein fliegendes Labor über dem Wattenmeer – das steht Studierenden der Meerestechnik an der Jade Hochschule nun zur Verfügung. Maßgeblich verantwortlich für die Anschaffung war Prof. Dr. Jens Wellhausen vom Fachbereich Ingenieurwissenschaften. Nun wurde das Flugzeug getauft, unter anderem im Beisein von Hochschulpräsident Prof. Dr. Manfred Weisensee und dem niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

Das Flugzeug wird eingesetzt, um zu den Themen Klimawandel, Küstenschutz und steigender Meeresspiegel Aufschluss geben zu können. Die Forscher setzen sich insbesondere mit der Frage auseinander, wie sich die norddeutsche Küste verändert. Aus der Luft sollen deshalb Aufnahmen gemacht werden, um diese Veränderungen sichtbar zu machen.

„Es ist ein besonderer Moment, heute hier zu stehen“, sagte Wellhausen bei der Vorstellung des Fliegers. Nur fünf Exemplare dieses Typs gebe es weltweit: eines in Schottland, eines in Kanada und zwei in Australien. Mit den Kolleginnen und Kollegen in Australien sei bereits eine Zusammenarbeit geplant.

Das Flugzeug, das den Namen „Jade One“ trägt, hat einige Besonderheiten. Unter anderem hat der Zweisitzer eine Spannweite von 16,30 Meter – üblich sind sonst etwa elf Meter. Zudem vereine der Motorsegler die Unabhängigkeit eines Motorflugzeugs mit der Energieeinsparung eines Segelflugzeugs. Das Flugzeug sei „umweltfreundlich und leise“, so Wellhausen, dies sei für das Einsatzgebiet über dem Wattenmeer besonders wichtig. Zudem habe der Flieger eine hohe Reichweite, er kann mehr als sechs Stunden in der Luft bleiben. Jeder Studierende der Meerestechnik sollte das Wattenmeer „mal von oben gesehen haben“ – und wem das Flugzeug zu hoch fliegt, kann zumindest mit den Daten arbeiten.

Die größte Besonderheit des Forschungsflugzeugs ist jedoch die Möglichkeit, Forschungsgeräte montieren zu können. „Das ist einzigartig.“ Es sei nicht üblich, an Fliegern Bestandteile so verändern zu können.

Einer der Studierenden, der bereits am Flugzeug gearbeitet hat, ist Pascal Janßen. Im Rahmen seiner Masterarbeit hat er ein Fernerkundungssystem für den Forschungsflieger entwickelt. Mit vier verschiedenen Kameras können Forschende nun direkt im Flugzeug Daten erheben, zum Beispiel um Seehunde zu zählen. Eine andere Kamera ermöglicht die Kontrolle der Vegetation. So könne zum Beispiel untersucht werden, ob ein Deich gleichmäßig begrünt ist.

In seinem Grußwort betonte Hochschulpräsident Weisensee das Alleinstellungsmerkmal des Fliegers. Eingesetzt werden soll er im Studium, für Forschung, Lehre und Entwicklung.

Mit dem Forschungsflugzeug ließen sich Forschung, Lehre und Wirtschaft in Niedersachsen zusammenbringen, stellte auch Thümler in seinem Grußwort fest. Aus Niedersachsen heraus könnten so Standards gesetzt und außerdem wissenschaftlicher Nachwuchs neu gebunden werden.


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Manuela Wolbers Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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