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Soziales Mehr Flexibilität für Jugendsozialarbeit

Schortens - Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Familien und Senioren – das frühere Jugendzentrum „Pferdestall“ hat in den vergangenen Jahren seine Zielgruppen erheblich erweitert, ist heute Treffpunkt für Jung und Alt. Diese Entwicklung ist wohl nicht ganz unproblematisch, denn offenbar fühlen sich die Jugendlichen in den äußeren Stadtteilen von Schortens nicht richtig als Teil des Ganzen.

„Wir haben die Sorge, dass die äußeren Stadtteile in der Jugendarbeit aus dem Blick geraten und hinten runterfallen“, sagte Axel Homfeldt (CDU) jetzt im Schul,- Jugend- und Sozialausschuss. Dort ging es unter anderem um die Neuausrichtung des Jugend- und Familienzentrums „Pferdestall“ . Fehlende Personalkapazitäten erschwerten zurzeit die aufsuchende Jugendarbeit in den Ortsteilen Roffhausen und Sillenstede.

Für Anne Bödecker (SPD) liegen die Schwerpunkte der Einrichtung vor allem in der Grundschulsozialarbeit und im Vermeiden sozialer Brennpunkte.

Schwerpunkte definiert

Einig waren sich alle Ausschussmitglieder, dass der „Pferdestall“ auch als Familienzentrum unbedingt erhalten bleiben soll. Zumal die gut genutzten Angebote für Familien oder Senioren ausschließlich ehrenamtlich organisiert und veranstaltet werden und somit das städtische Stundenkontingent für die Jugendsozialarbeit nicht belasten.

Gleichwohl müsse die Politik klare Schwerpunkte definieren und den Rahmen vorgeben, in dem sich das Team des „Pferdestall“ dann selbst organisieren kann. „Wir sollten für die Mitarbeiter nicht jede Viertelstunde festlegen, die sie in welche Aufgaben zu investieren haben“, so Homfeldt. Das wüssten die ohnehin selbst am besten.

Auch Fachbereichsleiterin Anja Müller von der Stadt Schortens betont, dass der Schwerpunkt in der Jugendarbeit liegt: Jugend- und Schulsozialarbeit, Freizeitgestaltung, Streetwork oder auch die Ferienbetreuung gehörten dazu. Dort soll das „Pferdestall-Team“ dann selbst Schwerpunkte setzten und kann und soll somit mehr auf aktuelle Entwicklungen reagieren. Wenn in Roffhausen oder Sillenstede gerade ein Brennpunkt ist, müsste das Team Personal nach Bedarf und Notwendigkeit verstärkt dort einsetzen.

Sandra Schollmeier-Ott von der Leitung des „Pferdestall“ beklagte die Menge an Verwaltungsarbeit, die die eigentliche sozial-pädagogische Arbeit und die Integrationsarbeit behindere und zeitlich einenge. „Wir investieren viel Energie und Zeit in Tätigkeiten, die nicht zu den eigentlichen Aufgaben des Jugendzentrums gehören“, sagte Schollmeier-Ott. Dazu fehle es an geeigneten Kräften.

Von 8 bis 21 Uhr geöffnet

Das Jugend- und Familienzentrum sei inzwischen ein Haus, das von morgens 8 Uhr bis abends 21 Uhr geöffnet ist. Da müsse immer jemand da sein. Die „Pferdestall“-Leiterin machte zudem deutlich, dass das Haus von viel mehr Kindern und Jugendlichen genutzt wird, als gemeinhin angenommen. Vieles finde auch nicht im „Pferdestall“, sondern außerhalb zum Beispiel in den Schulen statt.

Das „Pferdestall“-Team wird sich zudem verändern: Mark Schollmeier verlässt das Haus (siehe Info-Kasten). Die Stelle wird neu besetzt, zudem soll das Team bei der Verwaltungsarbeit entlastet werden.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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