München - Immer mehr Menschen beginnen eine Ausbildung zum Erzieher/zur Erzieherin. Das geht aus dem Fachkräftebarometer der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (Wiff) hervor, auf den die Bundesarbeitsagentur hinweist.
Im Schuljahr 2013/2014 starteten fast 36 000 Personen die Ausbildung. Das sind sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zum Schuljahr 2007/2008 ist es ein Anstieg um 72 Prozent.
Die Zahl der Absolventen in dem Bereich steigt ebenfalls an, aber bisher deutlich langsamer. Im Schuljahr 2012/2013 wurden rund 23 000 Erzieher/innen fertig. Zwischen dem Schuljahr 2007/2008 und dem 2012/2013 ist das ein Plus von 31 Prozent. Das Gros der Absolventen arbeitet hinterher in Kindertagesstätten. Es ist aber auch eine Anstellung etwa in Heimen oder Ganztagsschulen denkbar.
Die Bundesarbeitsagentur führt Erzieher offiziell nicht als Mangelberuf, sagt Ilona Mirtschin, Sprecherin der Bundesarbeitsagentur. Im Oktober 2015 gab es 49 000 arbeitslose Erzieher bundesweit, aber nur 19 300 gemeldete offene Stellen. Es besteht allerdings keine Pflicht, offene Stellen zu melden.
