Neerstedt - Die beiden Grundschulen (GS) in der Gemeinde Dötlingen wollen ein neues Kapitel in der Nutzung moderner Medien aufschlagen. Während die GS Dötlingen bereits über ein Medienkonzept verfügt und es am Donnerstagabend im Schul- und Kulturausschuss vorstellte, will sich die Neerstedter Grundschule mit ihrer neuen Rektorin Andrea Selke nun auf den Weg machen, ein Medienkonzept zu erarbeiten.

Für die technische Ausstattung an der GS Dötlingen mit 28 neuen Laptops sowie mit Whiteboards schlug der Ausschuss vor, 63 900 Euro zu bewilligen. In der GS Neerstedt müsste die Gemeinde nach Aussagen von Katrin Albertus-Hirschfeld, allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, mehr Geld investieren, da dort nicht die erforderlichen Kabel vorhanden sind. Bei der Entwicklung eines Medienkonzeptes könne die GS Neerstedt auf das Dötlinger Papier zurückgreifen.

Eyk Franz, Leiter des Medienzentrums in Wildeshausen, erläuterte im Ausschuss die Einsatzmöglichkeiten moderner Medien im Unterricht. Franz hat die GS Dötlingen seit 2008 bei der Entwicklung ihres Medienkonzeptes unterstützt. Seiner Darstellung zufolge machten Laptops und Whiteboards nicht klüger, seien aber näher dran an der Arbeitsweise der realen Welt. Die Umsetzung des Konzeptes sei eine Chance, die Kinder im Umgang mit neuen Medien fit zu machen. Das beinhalte sowohl die Bedienung und Nutzung von Computern als auch die Aufklärung über Risiken und Gefahren.

Nach Aussagen der Dötlinger Rektorin Melanie Kahnt-Bock sei mobiles Lernen nicht nur zeitgemäß, sondern vereinfache auch den Schulalltag. Das Medienkonzept beziehe die Eltern mit ein.